Das erste Schuljahr in London

Das erste Schuljahr in London - Kinder in Schuluniform

Wir haben Sommerferien und es ist Zeit, dass erste Schuljahr in London einmal Revue passieren zu lassen. Das „erste Schuljahr“ war eigentlich schon das zweite der Schnatterente. Sie geht seit September 2015 in London in die Schule. Das erste Jahr nennt sich „Reception Class“, ist vielleicht zu verstehen wie die ehemalige deutsche Vorschule, allerdings andererseits auch deutlich anspruchsvoller.

In diese doch recht anspruchsvolle Reception Class kommt jetzt übrigens im September die gerade 4 Jahre alt gewordene Kuschelmaus! Sie hat bereits im Schul-Kindergarten die Buchstaben und Zahlen lesen gelernt und schreiben kann sie auch schon einige (und alles, was sie in der Beziehung noch nicht kann, sollen wir eigentlich in den Ferien zu Hause üben). In der Reception Class geht es dann richtig mit Schreiben und Lesen lernen los. Ich wiederhole noch einmal: Sie ist gerade vier Jahre alt geworden… (*kopfschüttel*)

Wie es vor dem ersten Schuljahr war

Die Schnatterente hat ihr Reception Class Jahr in einer anderen Schule verbracht. Wir hatten leider keinen Platz in der Schule bekommen, wo sie in der Schoolnursery war und welche unsere erste Wahl war. Der Andrang war zu hoch und sie zunächst auf Wartelistenplatz 1. Hier ist die Konkurrenz um Plätze für beliebte Schulen sehr hoch.

Verschiedene Faktoren spielen bei der Platzvergabe eine Rolle:  Geschwister in der Schule haben, Kirchengemeinde-Mitglied sein (für kirchliche Schulen), „currently or previously looked after children“ (Kinder, die adoptiert oder bei Pflegeeltern sind) und die Nähe zur Schule. Das Einzugsgebiet schwankt je nach Jahr erheblich. Einzugsgebiete unter 100 m Luftlinie sind keine Seltenheit bei beliebten Schulen. Weil wir während der Wartezeit umgezogen sind, sind wir trotz Luftlinie von höchstens 100 m Unterschied direkt mal auf Wartelistenplatz 25 abgerutscht.

Hüh-und-Hott Schulwechsel standen an

Die andere Schule, wo die Schnatterente einen Reception Class Platz bekommen hat und wohin sie dann auch gewechselt hatte, war auch gut, nur sind wir beide irgendwie nie so recht angekommen. Weil ich dann gearbeitet hatte und nicht mehr oft an der Schule war, fiel es mir etwas schwer, andere Eltern kennen zu lernen. Wir hatten am Ende schon ein paar nette Familien kennengelernt, aber es war irgendwie nicht dasselbe, wie in der ersten Schule. Einfach weil das „Community Feeling“ der ersten Schule auch netter war.

Zum Glück hatte die alte Schule zwei Wochen nach Beginn der 1. Klasse – also ein Jahr später als gehofft – überraschenderweise einen freien Platz für die Schnatterente und da auch für die Kuschelmaus ein Platz in der Schoolnursery frei war, haben wir noch einmal die Schule gewechselt. War ja nur ein „zurück-wechseln“ für die Schnatterente und der ungeplante Schulwechsel machte für die Kuschelmaus keinen Unterschied, weil sie ja so oder so in eine neue Schule bzw. Kindergartengruppe kam.

Fragte man die Große zum anstehenden Zurückwechseln, wollte sie in der aktuellen Schule bleiben. Am „Kennenlernbesuch“ in der „neuen-alten Schule“ stürzten sich allerdings ihre alten Freunde sowas von euphorisch auf sie, das selbst ich total geplättet war! Sie war damals zugegebenermaßen schon sehr beliebt in der School-Nursery. Aber dass ein Jahr später auch die Mädels, mit denen wir etwas den Kontakt verloren hatten, so ein enges Knuddel-Knäul um sie herum bildeten und die Lehrerin auch nur etwas ungläubig daneben stand, war sehr rührend und bestärkte mich, den Wechsel durchzuziehen.

Aber natürlich konnten wir auch verstehen, dass es etwas komisch für die Schnatterente war, dass ihre alten Freunde und die zusätzlich in die Klasse gekommenen Kinder nun eine Klassengemeinschaft waren, wo sie sich erst einmal nicht direkt zugehörig gefühlt hatte. Das änderte sich aber schon am Ende des ersten Schultages und nach nur einer Woche bestätigten mir alle Eltern, dass es so sei, als wäre sie nie weggewesen. Und sie war sehr happy, mit ihren alten, richtig dicken Freundinnen, wieder in einer Klasse zu sein.

Was ein bisschen schwieriger war, war die Tatsache, dass sie in der Reception Class scheinbar dort ein höheres Tempo vorgelegt hatten und wir doch einiges aufholen mussten. Und dass sie etwas zurück hing, merkte auch die Schnatterente selbst und fand diesen Aspekt ziemlich doof. Ein paar Mal sagte sie aus diesem Grund auch, dass sie wieder in die andere Schule will.

Wobei man auch klar sagen muss, dass der Sprung von der Reception Class zu Year 1 in jeder Schule ein großer ist und auch die Kinder, die dort in der Reception Class waren, diesen Niveau-Anstieg deutlich gespürt haben.

Der verrückt frühe Beginn des Lernens

In England fangen sie schon sehr früh mit dem Lernen an. Wie gesagt, die Kuschelmaus ist als Sommerkind gerade mal vier geworden und muss nun anfangen, Lesen und Schreiben zu lernen und einfachere Rechenaufgaben zu lösen.

Die Schnatterente war damals (als Herbstkind (!) – wenn ich darüber nachdenke, wird mir Angst und Bange wegen dem, was nun mit der Kleinen als junges Sommerkind auf uns zukommen mag!) einfach nicht reif genug und tat sich wirklich sehr schwer mit allem. Möglicherweise spielte auch noch mit herein, dass Englisch die zweite Sprache der Schnatterente ist und vielleicht dadurch alles auch noch ein Stück anstrengender war, als für ein mono-linguales Kind.

Und ich war innerlich zerrissen zwischen „Wir leben jetzt hier in London und müssen, wie alle anderen, da durch“ und „In Deutschland würde sie die nächsten zwei Jahre einfach nur im Kindergarten spielen dürfen“. Da es dem Kind allerdings ja auch nicht gut tut, in allem immer die Schwächste zu sein, haben wir uns natürlich bemüht, sie zu Hause möglichst spielerisch zum Üben zu ermuntern. Das klappte natürlich nicht immer wie wir uns das gewünscht hätten und so gab es auch einige Tränen (inklusive Verzweiflung bei mir…).

Das erste Schuljahr in London fing holperig an

Durch den Wechsel zur alten Schule waren die ersten Monate durchzogen von immer mal wieder etwas übler Laune der Schnatterente, die sich zum Ende der Reception Class in die mittleren Lerngruppen der Klasse „gekämpft hatte“, (was völlig ausreichend ist) und dann in der „neuen-alten Schule“ in Phonics, Reading, Writing und Math wieder in den Gruppen der schwächsten Kindern war. Außerdem war es extrem viel, was wir zu Hause machen mussten:

Drei Bücher mussten wir pro Woche zu Hause lesen, die schon zu Beginn über 20 Seiten und sicher mindestens 300 Worte lang waren (Mittlerweile sind die Bücher so lang, dass trotz deutlich flüssigerem Lesen nur selten ein Buch in einem Rutsch zu Ende gelesen wird). Über eine Mathe App stellte die Lehrerin wöchentlich zwei Tasks online, die jeweils 10 Aufgaben beinhalten. Eine Liste mit 100 High Frequency Words wurde ausgegeben und man sollte die Liste zu Hause üben. Jeden Freitag wurden diese Wörter in einem Spelling Test überprüft.

Nach Weihnachten kam dann noch eine schriftliche Englisch-Hausaufgabe dazu, wo man gerne mal 1-2 DIN 4A Seiten schreiben musste. Dabei ist uns dann erstmal bewusst aufgefallen, wie uneinheitlich und teilweise falsch die Schnatterente die Buchstaben schreibt und so stand dann auch noch Schreiben-Üben zwecks Handschrift-Verbesserung auf unserem Wochenplan. Und das ganze Programm zu Hause musste neben der Schule, die von 8:45 – 15:20 Uhr geht, stattfinden. Und die Stunden in der Schule sind natürlich auch kein Zuckerschlecken und insbesondere gegen Ende der Woche kommen die Kids ganz schön ko dort raus!

Ich hätte nie erwartet, schon im ersten Schuljahr mit einem Kind so viel zu Hause machen zu müssen! Auch weil ich mich nicht daran erinnere, dass meine Mutter viel mit mir machen musste. Irgendwie habe ich meine Hausaufgaben immer alleine gemacht und erst später hat meine Mutter mit mir Diktate geübt oder noch später, Vokabeln abgefragt…

Wie wird dann wohl Year 2?!?

Am Ende von Year 1 können wir zusammenfassen, dass die Schnatterente es geschafft hat, den während des Reception Jahres verpassten Stoff aufzuholen und alle Erwartungen von Year 1 zu erfüllen. Es gab eine Art Zeugnis, und dort sieht man eben genau das: Erwartungen übertroffen, erfüllt, oder nicht ganz erreicht. Ich bin persönlich ja ganz froh, dass wir sie am Ende alle erfüllt haben und damit sowas wie ein Mittelmaß erreicht haben!

Und ich bin schon sehr gespannt auf das kommende Schuljahr: Die zweite Klasse für die Schnatterente und die Reception Class für die Kuschelmaus. Ich hoffe nur, dass unser neues Au Pair Spaß daran hat, unter der Woche auch ein wenig Hausaufgaben mit den Kids zu machen. Nur am Wochenende alle Hausaufgaben durchzuziehen, ist nämlich echt richtig ätzend für alle Beteiligten!

Eure Uta x

 

Geburtstagsparty im Indoorspielplatz

Wieder ein Häkchen auf der „Jahres-to-do Liste“ abgehakt: Die vierjährige Kuschelmaus hatte ihre Geburtstagsparty im Indoorspielplatz gefeiert. Wir sind dabei über unseren (deutschen) Schatten gesprungen und haben unsere Prinzipien aus „Praktikabilitätsgründen“ über Bord geworfen:

Sie hat nämlich tatsächliche ihre Geburtstagsparty VORGEFEIERT! Das wäre uns früher nie in die Tüte gekommen und ich mag das auch nach wie vor nicht besonders. Aber da bereits die Ferien begonnen hatten und einige Freunde gleich in den Urlaub gefahren sind, und sie schon seit Monaten von einer großen Party im Indoorspielplatz „Wacky Warehouse“ träumte (und erzählte), konnten wir nicht anders. Einen Vorteil am Vorfeiern haben wir nun aber im Nachhinein festgestellt: Wir müssen ihr weniger Geschenke kaufen, weil sie einen Teil der Geburtstagsgeschenke der Freunde auf ihren Geburtstagstisch bekommt.

  • Korrektur: Sie bekommt nur die Geschenke der Großeltern und des Patenonkels sowie das Einhorn, das ich mal für unser Geschenkelager gekauft hatte, und auf das sie mega scharf ist, auf den Geburtstagstisch. Da ich arbeiten muss haben wir keine Zeit am morgen diese ohnehin schon vielen Geschenke plus die restliche Hälfte der Geschenke ihrer Freunde zu öffnen. Man sind wir gemein! 😉

Geburtstagsparty in London heißt oft Hallenmiete, Catering, Entertainer, Hüpfeburg und viel Organisation im Vorfeld

Die Geburtstagspartys in London werden allgemein sehr groß gefeiert. Manchmal kommt es einem so vor, dass ein richtiger Wettbewerb um die tollste Party herrscht – selbst für Partys von Einjährigen: Ein Raum wird angemietet, ein Entertainer für die größeren Kinder angestellt, jede Menge Essen und Trinken herangeschafft, Musikanlage aufgedreht und nach zwei Stunden ist der ganze Spuk vorbei und alle sind froh, dass die Party zu Ende ist. „Alle“ können dann gerne auch mal 30 Kinder sein, weil oft die gesamte Kindergartengruppe oder Schulklasse eingeladen wird! Und wenn man „Glück“ hat, sind auch noch die Eltern dabei 😉

Als Lokalitäten für solche Partys werden Kirchenhallen oder auch Räume in Schulen und Kindergärten angeboten, die man an den Wochenenden für solche Feierlichkeiten für 20 – 40 GBP pro Stunde mieten kann. Die sind in der Regel mit allem ausgestattet, was man braucht.

Aber: Bei so einer Party in einer „leeren Halle“ erwarten die Kinder dann auch einen Entertainer, einfach deshalb, weil sie daran gewohnt sind! Und der kostet je nach Erfahrung und Programm mindestens 100 GBP. Essen und Trinken für die Kids, gerne auch für die Eltern (und je nach Tageszeit auch ein Schlückchen Wein), und schwupps ist man einiges an Geld los. Die Partybags sind für die Kinder natürlich auch mega wichtig und auch wenn man sich nicht für die hochwertigere Variante evtl. mit kleinen Lesebüchern entscheidet, schlägt das bei 20 – 30 Kindern ganz schön zu Buche.

Mal ganz zu Schweigen von den Geburtstagsgeschenken für das Geburtstagskind sowie der ganze zeitliche Aufwand der Organisation…

Wir machen es uns einfach: Geburtstagsparty im Indoorspielplatz

Derzeit arbeite ich auf Projektbasis für eine sehr spannende Firma. Diese vertragliche Situation führt aber dazu, dass ich am Ende des Projekts ein vorher definiertes Ziel abliefern muss. Und da ich mir außer diesen definierten Aufgaben auch noch einige interne Nebenprojekte „aufgehalst“ habe, bin ich seit Wochen auch oft außerhalb der Bürozeiten am Arbeiten.

So war dann auch klar, dass ich zwar der Kuschelmaus ihre erste(!) große Geburtstagsparty organisieren möchte, aber doch bitte mit möglichst wenig Vorbereitungsaufwand. Daher haben wir uns entschlossen, ihren vierten Geburtstag im nahegelegenen Indoorspielplatz zu feiern. Der bietet ein rund-um-sorglos-Paket an. Von den vorgedruckten Einladungskarten über das Essen, Facepainting und Partybags bis hin zu Geburtstagskuchen und Thank-you-Cards, wenn man das wollte.

Wir sind morgens ganz entspannt nur mit Geburtstagstorte und ein paar Süßigkeiten zum Aufpeppen der vorgefertigten Partybags bewaffnet, losgefahren und hatten eine sehr schöne Geburtstagsparty. Und haben am Ende noch Unmengen an – meist frittiertem und nicht überaus gesundem, aber von der Qualität trotzdem völlig akzeptablem  – left-over Food für unseren Ausflug am nächsten Tag mitgenommen.

Kaum ein Geburtstag um, fragt das andere Kind nach ihrer Party…

Nachdem nun die Kuschelmaus ihre Party gefeiert hat, fragt sofort die sechsjährige Schnatterente, was wir an ihrem Geburtstag machen. Sie hat um Halloween herum Geburtstag und wir wollten eigentlich schon die letzten zwei Jahre eine Halloween Party machen.

Halloween ist ein riesen Event hier in London und die verschiedenen Straßen unserer Wohngegend konkurrieren beinahe miteinander, welche die schöner (oder gruseliger) dekorierten Vordergärten haben oder bei wem die am kunstvollsten geschnitzten Kürbisse vor der Tür stehen.

Unweit von uns befindet sich so ein Epizentrum der Halloween Feiereien. Familien kommen extra mit dem Auto angefahren um dort Trick-or-Treat zu machen. In einer der „Halloween-Hauptstraßen“ haben wir an unserem ersten Halloween in London gewohnt. Nachdem wir vom Trick-or-Treating wieder zu Hause waren, hatten die Mädels den größten Spaß daran, noch im Minutentakt die Tür zu öffnen und kleinen gruseligen Gestalten Süßigkeiten anzubieten.

Halloween in London - Vordergärten und Kürbisse

Beschlossene Sache: Halloweenparty zum siebenten Geburtstag

Dieses Jahr will die Schnatterente nun zu ihrem siebenten Geburtstag eine Halloweenparty haben und da ich das jetzt zum Glück rechtzeitig weiß, kann ich mich auch gut vorbereiten und schon mal nach Dekoration, Kostümen und Accessoires schauen. Die Engländer feiern zwar gerne Halloween und auch ansonsten gibt es hier viele Motto-Partys. Und es gibt auch Geschäfte, die dieses Party Zubehör ganzjährig verkaufen. Allerdings finde ich die Preise in diesen Shops meist extrem hoch und man findet Halloween Zubehör auch erst wenige Wochen vorher.

Also werde ich mal unseren Urlaub in Berlin nutzen und einen „Geburtstagsparty-Schlachtplan“ erstellen, damit die Halloweenparty auch ein Erfolg wird. Und da wir ihren letzten Geburtstag recht klein (also normal deutsch) zu Hause gefeiert hatten, hat sie dieses Jahr auch mal wieder eine größere Party „verdient“. Ich muss mir allerdings auch noch Gedanken über das Budget machen. Also vor allem entscheiden, ob wir eine Halle mieten oder zu Hause feiern und ob wir einen Entertainer brauchen oder nicht.

Erste Anregungen für meinen Schlachtplan finde ich direkt mal über die Internetrecherche. Ich bin da ganz pragmatisch und muss seltenst das Rad neu erfinden. Was sich woanders bewährt hat oder was sich jemand anderes bereits ausgedacht hat, übernehme ich liebend gerne und füge lediglich noch eine persönliche Note hinzu.

Auch bei den Spielen brauche ich das Rad nicht neu erfinden. Ich habe auf einer Webseite schöne Halloween Partyspiele entdeckt, die ich auf jeden Fall auf meine Liste packe. Eines kenne ich sogar ausschließlich aus England, aber vielleicht ist das schon viel länger als ich denke in Deutschland angekommen. Hier heißt das „Guess the number of sweets in a jar“. Das ist immer das Highlight einer jeden School Fair. Auch weil es einfach immer ein übertrieben großes Süßigkeiten Glas ist, wo man die Anzahl der enthaltenen Süßigkeiten erraten soll. Und die Zahl der „Sweeties“ übersteigt sicher regelmäßig die 100! Welches Kind will dieses Glas nicht gewinnen?!?

Mumien wickeln ist natürlich auch so ein Party-Klassiker, der besonders gut zu Halloween passt. Mal schauen wie die Kinder das mit dem hier üblichen 2-ply (2 Lagen) Klopapier hinbekommen 😀 (Wer nach England zieht und Tipps braucht, welches Klopapier am „Deutschesten“ ist, kann gerne hier kommentieren – wir haben sie alle durchprobiert und sind fündig geworden ;-))

Das Hexenbesen Spiel gefällt mir auch sehr gut. Zumal ich dann endlich eine Ausrede habe, einen vernünftigen Hexenbesen zu kaufen! Weil die, die wir letztes Jahr in London gefunden haben, nicht wirklich überzeugend waren und der sparsame Ordnungshüter mich daraufhin angestachelt hat, selbst einen zu basteln, sind wir immer noch ohne Hexenbesen. Und ich brauche wohl nicht erwähnen, dass der Besen, den ich zusammengebastelt habe, noch weniger ansehnlich geschweige denn haltbar war, als alles was wir hier gefunden haben…

Ein ganz normaler, einfacher und etwas robuster Hexenbesen würde mir völlig genügen. Mit so einem Hexenbesen macht der Kuschelmaus, die bisher jedes Jahr als Hexe gehen wollte, das Fliegen sicher noch viel mehr Spaß. Und das Stopp-Spiel, bei dem der Besen bis zum Stopp der Musik weitergegeben wird und bei dem derjenige rausfliegt, der dann den Besen hält, erst recht!

Ob wir unser Erdgeschoss so „megamäßig Halloween-ig“ schmücken werden, wie unsere Nachbarn ihre Vordergärten, bin ich mir nicht sicher, falls wir zu Hause feiern. Ich nehme an, da muss man schon jahrelang im Halloween-Wahnsinn drin stecken, um mit der Zeit so viel Dekoration anzusammeln. Ganz zu Schweigen vom Stauraum, den man für die Unterbringung der Dekoration die restlichen 50 Wochen des Jahres benötigt!

Auf jeden Fall werde ich in Berlin schon mal ein paar Dinge kaufen. Ganz normale Halloween Luftballons zum Beispiel! Egal was für Luftballons es sind: Sie sind immer mega teuer in London und obendrein ist die Qualität nicht mal besser als in Deutschland. Ich würde sogar sagen, oft deutlich schlechter.

Während man in Deutschland für normal bunte Luftballons ein paar Cent pro Stück zahlt, sind es hier nie unter 30-40 Pence! Das finde ich schon abartig. Und wenn man bedruckte Ballons anschaut, ist der Preisunterschied gleich mal noch viel höher! Das geht mir nach wie vor sehr gegen den Strich!

Außerdem müssen wir uns auch Kürbisschnitz-Werkzeug aus Deutschland mitbringen. Wenn man mal im Ausland lebt, merkt man an einigen Stellen erst, was „deutsche Präzisionsarbeit“ wirklich ist. Kürzlich habe ich mir hintereinander 3 Pinzetten gekauft, weil keine vernünftig zum Augenbrauenzupfen geeignet war! Und da mir das Kürbisschnitz-Werkzeug hier schon von außen komisch aussieht, habe ich es gleich gelassen und letztes Jahr ein Küchenmesser benutzt.

Ich muss auch unsere Bastelmaterialien wieder aufstocken. Da ist letztes Jahr ziemlich viel für die Laternen-Bastelei in der deutschen Spielgruppe draufgegangen. Und insbesondere Transparent-Papier findet man hier wirklich nur in ausgewählten Fachgeschäften.

Wir sind ja zum Glück mit dem Auto in Berlin und haben hoffentlich noch Platz für ein paar Einkäufe: Zum Beispiel auch für meinen geliebten null-acht-fünfzehn mittelscharfe Senf, an den einfach kein Senf in England herankommt, außerdem Semmelknödel, Salatkrönung, Vanillezucker und –soßen Pulver und natürlich ein paar Flaschen Wein, wenn die noch ins Auto passen.

Ach und natürlich den Zuckerhut und Strohrum nicht zu vergessen: Die Feuerzangen-Bowle im letzten Jahr war so ein Highlight, dass dieselben Kinder beim Grillen im Juni gefragt haben, ob wir heute wieder Feuer im Wintergarten anmachen 😀

Eure Uta x

Regulärer Arbeitstag im Start-up

Legeres Arbeitsoutfit im Start-up

Frau Brüllen fragt und ich berichte über meinen regulären Arbeitstag im Start-up. Nicht ganz regulär, weil heute mein kurzer Tag ist. Aufgrund der derzeitigen Kinderbetreuungssituation habe ich diesen kurzen Tag bei meinem neuen Arbeitgeber eingeführt, an dem die Große bis 16:30 Uhr bei der Arty-Party ist (eine Art Kunst-AG nach der Schule), und deshalb meine Freundin die Kuschelmaus ebenso lange bei sich behält.

Der Tag ging nicht ganz gewöhnlich los. Statt von der Kuschelmaus geweckt zu werden, die fast immer zwischen fünf und sechs Uhr zu uns ins Bett gekrochen kommt, wurde ich heute von der mit Schmackes aufgerissenen Zimmertür meines ehemaligen Kollegen geweckt (also seine Zimmertür ;-)). Der übernachtet ab und zu mal bei uns und musste wohl mal ins Bad. Weiterlesen »

Den Kindern nicht gerecht werden

  1. Kindern nicht gerecht werdenSarah von Mamaskind ruft in ihrer Blogparade dazu auf, sich einmal mit dem Thema , wie und ob man den Kindern gerecht wird, auseinander zu setzen.

Das ist bei uns ein sehr aktuelles Thema, denn ich bin gerade nicht sehr gut darin, weil ich die Prioritäten gerade anders setze. Wir haben zwei Töchter, derzeit fast 4 und 6,5 Jahre alt und leben in London. Der Ordnungshüter ist “schwer” berufstätig, unter der Woche praktisch nicht präsent und schläft am Wochenende gerne mal bis zum letzten Drücker. Ansonsten ist das Wochenende die Zeit, die wir als Familie haben. Fast zwei Jahre lang habe ich vier Tage die Woche gearbeitet, was durch einen Arbeitsweg von 60 Minuten one-way relativ lange Arbeitstage bedeutete. Das war aber für uns alle soweit gut, vor allem, als wir ein super Au Pair hatten.

Unser stabiles System ist ein wenig mit der Au Pair Suche für das Schuljahr 2016/2017 ins Wackeln geraten. Das eigentliche Au Pair, das wir bereits im Mai 2016 gefunden und auch zum Kennenlernen nach London eingeladen hatten, ist drei Tage nach Arbeitsantritt wegen Überforderung abgereist! Das kurzfristig aufgetriebene Ersatz-Au Pair kam nie hier an und die nächsten Wochen hielten wir uns mit unserem alten Au Pair und der Cousine einer Freundin über Wasser, die netterweise zu Hause alles stehen und liegen ließen, um uns auszuhelfen.

Wo so schnell ein neues Au Pair herbekommen?

Die verzweifelte Suche nach einem neuen Au Pair ließ mich sämtliche “Vorsichtsmaßnahmen” bei der Au Pair Suche über Bord werfen. Und auch wenn mich die Kommunikationsprobleme mit der neuen Kandidatin schon von Beginn verwundert haben, habe ich dieses neue Au Pair eingestellt.

Leider hatte es mit dem Au Pair, das persönliche Probleme hatte, worüber wir auch offen sprechen konnten, nicht gut geklappt: Die Kids, die normalerweise nach 3 Minuten bei jungen Mädels auf dem Schoss sitzen und super aufgeregt nicht mehr aufhören zu schnattern, haben auch nach Wochen keine vertraute Bindung zu dem Au Pair aufgebaut (vermutlich weil diese einfach kopfmäßig zu sehr mit sich beschäftigt war). Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, dass meine Kids keine enge Beziehung zu dem Au Pair hatten. Sie hatte sich durchaus Mühe gegeben, nur waren die Probleme, die sie mit sich trug, einfach zu groß als dass es hätte klappen können. Das war sehr schade, denn wenn die Probleme nicht gewesen wären, wäre die gegenseitige Sympathie sicher auch größer gewesen.

Eine stabile Betreuungssituation für die Kinder muss her

Wir haben uns daher einvernehmlich vor Weihnachten von dem Au Pair getrennt und dieses wollte nach Hause zurück ziehen, um eine Therapie zu beginnen.

Bei meinem Arbeitgeber hatte ich schon vor Weihnachten angekündigt, dass ich nach vielem Kinderbetreuungs-Hin-und-Her im neuen Jahr auf drei Tage reduzieren muss, weil wir keine neues Au Pair mehr suchen werden. Nach dem ganzen Au Pair Chaos seit September hatte ich keine Lust und Nerven mehr, noch einmal nach einem neuen Au Pair zu suchen und wollte auch den Kindern eine stabile Kinderbetreuung bieten und nicht Gefahr laufen, wieder das falsche Au Pair einzustellen, um dann erneut auf die Au Pair Suche zu gehen.

Wir haben dann zum Glück schnell eine sehr nette Mama aus der Parallelklasse der Schnatterente gefunden, die die Kinder an zwei Tagen nach dem Kindergarten bzw. nach der Schule abgeholt und die Nachmittagsaktivitäten mit ihnen gemacht hat.

Am dritten Arbeitstag kümmerte sich eine deutsche Freundin um die Kuschelmaus und ich konnte ungestört von zu Hause arbeiten bis Schulschluss der Großen war. Das lief soweit alles sehr gut und wir haben uns alle wohl gefühlt mit dem Arrangement.

Die Schnatterente hing schulisch etwas hinterher

Ein weiterer Grund weshalb ich gerne einen Tag weniger arbeiten wollte war, dass die Schnatterente nach dem Schulwechsel im September auf der neuen Schule etwas hinterher hing. In allen Fächern war sie in der Gruppe der schwächsten Schüler und hatte auch keine Motivation, sich zu verbessern. Das Lesen war noch nicht da, wo es sollte und die Handschrift die reinste Katastrophe. Letzteres meiner Meinung aber auch deshalb, weil sie mit den Kindern in England keinerlei Schreib-Vorübungen machen. Sie geben den Kindern Schreibpapier mit einer einzigen Linie und sagen, jetzt kopiert hier mal das was ihr seht. Ein paar Reime haben sie, wie zum Beispiel für den Buchstaben “h” “Down the head, to his hooves and over his back” wobei das “h” dann wie ein Pferd abgebildet ist. Aber da die Eigenmotivation der Schnatterente sich bei so etwas noch sehr in Grenzen kält, gibt sie sich nicht sonderlich viel Mühe, dass jeder Buchstabe gleich groß ist un auf die Linie und nicht im Himmel oder im Keller steht. Ich halte mein Kind absolut nicht für eine Überfliegerin, aber ich denke schon, dass sie das Zeug dazu hat, Durchschnittlich zu sein und deshalb haben wir auch zusammen zu Hause geübt.

Insgesamt sind die Ansprüche der Schule hier in England sehr hoch und sehr früh (in Deutschland wäre sie als Herbstkind ja erst jetzt im September eingeschult worden): Ich hätte nie gedacht, dass ich in der ersten Klasse – abgesehen davon, dass wir sie auf ein Mittelmaß bringen wollten – bereits so viel mit der Schnatterente zu Hause machen muss. Neben den 3 Lesebüchern pro Woche gibt es eine Mathe-App, wo 2×10 Aufgaben gelöst werden müssen (wobei das sogar recht viel Spaß macht), dann haben sie High Frequency Words, die einmal die Woche im Spelling Test überprüft werden. Zusätzlich gibt es seit Weihnachten eine wöchentliche schriftliche Englischhausaufgabe.

Zwangsweise bekommt also die Große für die Hausaufgaben viel 1:1-Zeit, wo sich die Kleine dann oft abgestellt fühlt und recht leicht bockt. Das wird dann schon schnell anstrengend, denn so komme ich mit der Großen ja auch nicht voran. Zum Glück hat die Kleine selbst irgendwann angefangen, unsere Aufmerksamkeit dadurch auf sich zu lenken, dass sie selbst Buchstaben üben oder irgendetwas anderes “schreiben” musste. So sitzen wir jetzt oft zu dritt da und machen ”Homeworks”.

Soweit sind wir schulisch wieder auf Kurs – und beruflich?

Mit meiner Stundenreduzierung blieb mit noch weniger Zeit, in meinem Job spannende Dinge zu machen, weil die Abmachung, Stunden reduzieren zu dürfen, irgendwie automatisch mit dem Versprechen einherging, dass ich trotzdem noch das bisherige abliefere.

Das war dann irgendwann sehr unbefriedigend und auch langweilig, weil ich keine Zeit für spannendere Dinge hatte.

So habe ich irgendwann angefangen, mich nach neuen Jobs umzuschauen. Nach den Erfahrungen der letzten Au Pair Monate reifte außerdem der Wunsch in mir, dieses selbst-erlebte und auch von anderen berichteten Au Pair Chaos irgendwie zu verbessern. Ich dachte daher darüber nach, eine Webseite zu machen, auf der für beide Seiten – Au Pair und Gastfamilie – wichtige Informationen zusammengetragen werden mit dem Ziel, dass die gegenseitigen Erwartungen nicht so stark aneinander vorbeigehen können, wie das gerne mal der Fall ist. Das ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum einige Au Pair Arrangements nicht klappen.

An der Bewerbungsfront hatte ich recht bald mit einem sehr interessanten Start-up Kontakt gehabt und – obwohl sich der Bewerbungsprozess ewig hinzog – irgendwann meinen alten Job gekündigt. Wenns nicht die Firma werden würde, würde sich etwas anderes spannendes finden und in der Zwischenzeit wollte ich an meiner Au Pair Idee arbeiten. Was auch immer am Ende bei der Au Pair Webseite rauskommt, werde ich wieder einiges gelernt haben. Unter anderem auch erstmals wirklich auf Englisch zu schreiben. Das finde ich zum Beispiel gerade noch sehr mühsam.

Sechs Wochen “arbeitslos” und doch busy wie selten

Nach der Kündigung habe ich gleich mit meiner Au Pair Idee losgelegt und war in der Zeit zwar viel zu Hause (obwohl ich oft aus der lokalen Bibliothek oder einem Café mit WLAN gearbeitet habe). Aber da eigentlich dauerhaft der Laptop auf meinem Schoss stand, war ich eigentlich auch nicht wirklich für die Kids da. Dass ich trotz anwesenden Kindern recht konzentriert arbeiten kann, geht aber auch nur deshalb, weil sich meine Kinder super selbst beschäftigen können. Ok, zugegebenermaßen “erkaufe” ich mir zwar die Freiheit, zu arbeiten während sie spielen. Allerdings enden diese unbeaufsichtigten Spiele oft in einem ziemlichen Chaos, so dass ich hinterher die Hälfte meiner genutzten Arbeitszeit vermutlich noch einmal mit Aufräumen beschäftigt bin 😉

In den Wochen, in denen ich ohne Job war, war ich wirklich extrem busy, weil ich die Webseite ja erst mal zum Laufen bringen musste. Also WordPress aufsetzen, Theme aussuchen und vor allem erstmal damit klarkommen. Und nebenbei schon mal anfangen, Content zu schreiben. Das hat mich echt sehr viel Zeit gekostet, die mir mit den Kindern gefehlt hat. Aber wenn man an seiner eigenen Idee arbeitet, ist es egal ob es 5:00 Uhr morgens ist oder 23:00 Uhr nachts: Es macht einfach Spaß und die Motivation, voran zu kommen, ist sehr groß.

Die Kids haben schon immer mal gestöhnt, und gefragt, wann ich endlich fertig bin. Aber ich sehe das eben so, dass ich auch persönliche Wünsche und Ziele haben darf und ich nicht mein ganzes Leben immer und ausschließlich zu 100% auf die Kinder ausrichten kann!

Im Moment kommen die Kids wirklich etwas zu kurz, auch weil ich jetzt ein Freelance Projekt angefangen habe und wieder vier Tage arbeite. Nebenbei versuche ich auch die Hostmum Seite weiter voranzubringen, für die ich derzeit große Unterstützung durch eine Praktikantin habe. Sonst würde da nicht sehr viel neues gepublisht werden. Und dann ist da ja auch noch der BerlOndonMama Blog, der gerade ganz hinten ansteht. Leider!

Ich kann definitiv sagen, dass ich derzeit schon eher eine Ego-Tour fahre, viel arbeite und zum Beispiel auch nicht auf meinen Sport 2-3 Mal die Woche verzichten möchte. Dadurch haben wir insgesamt weniger gemeinsame Familienzeit. Aber mal ganz ehrlich: Werden sich die Kinder später daran erinnern, dass Mama mal 3-4 Monate lang wenig Zeit für sie hatte? Vor allem solange der Papa das ausnahmsweise mal etwas abfedert? Ich kenne die Antwort nicht, aber ich bin bereit, das zu riskieren.

Es ist keine dauerhafte Arbeitssituation und nachdem ich solange komplett für die Kinder da war und immer zurück gesteckt habe, will ich nun auch mal wieder an mich denken. Und wenn die Mama happy ist, haben am Ende ja auch automatisch alle was davon…

Eure Uta x

Warum es hier gerade so ruhig ist

warum es hier gerade so ruhig ist

Es ist gerade so ruhig hier auf BerlOndon-Mama. Und das liegt nicht etwa daran, dass ich keine Lust hätte, etwas zu schreiben. Auch nicht daran, das mir die Themen fehlen würden. Nur fehlt mir schlichtweg die Zeit! Und das wird sich demnächst wohl auch nicht viel ändern…

Mit Ansage kündigen – kann ich

Seit Anfang des Jahres hatten wir kein Au Pair mehr, weil das mit dem letzten Au Pair einfach nicht geklappt hat. Und weil das ganze „Au Pair- Jahr“ so vermurkst war, wollte ich auch nicht noch mal ein Neues suchen. Weiterlesen »

WMDEDGT – Normaler letzter Wochentag

Auf dem Fahrradergometer im Gym

Frau Brüllen fragt heute wieder ihre Blogger Kollegen: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ und ich möchte gerne von einem gewöhnlichen letzten Wochentag berichten:

Normalerweise sind wir (oder die Kinder) freitags generell etwas müde und sehnen das Wochenende herbei. Ausnahmsweise haben wir es heute Morgen aber einmal ohne Tränen aus dem Haus geschafft, obwohl es seit gefühlten Wochen täglich morgens Tränen wegen Nichtigkeiten gibt. Und das trotz des letzten Wochentags! Das war schon mal ein guter Start in den Tag. Weiterlesen »

Schwimmkurs in London

Für sicheres Plantschen muss der Schwimmkurs besucht werden

Die nun bald 6,5-Jährige Schnatterente geht seit sie 4 Jahre als ist zum Schwimmkurs in London und kann leider noch immer nicht schwimmen! Sie schafft es zwar, mit einer sehr ungewöhnlichen „Technik“ einige Meter mehr unter als über Wasser zu bleiben und auch eine Strecke von ein paar Metern zu überwinden, ohne akut Ertrinkungs-gefährdet zu sein. Allerdings kann man das nicht als beruhigendes „sie-wird-auch-beim-Sturz-in-einen-Teich-überleben“ bezeichnen. So bleibt uns nichts anderes übrig als weiter Kurse zu buchen – auch eine gute Taktik, seinen „Kundenstamm“ zu halten… Weiterlesen »

WMDEDGT – Tagebuchbloggen am Sonntag

BastelBox Love Bugs

 

Mit Schrecken stelle ich fest, dass mein letzter Blogpost vor genau einem Monat bei Frau Brüllens „Was-machst-du-eigentlich-den-ganzen-Tag“-Tagebuchbloggen im Januar war! Mhhh – so richtig sagen an was das lag, kann ich gar nicht. Vielleicht war´s einfach die Frühjahrsmüdigkeit. Ich sollte mir mal überlegen, ob ich mir einfach noch mal einen „privaten“ festen Blog-Tag in den Kalender eintrage, an dem ich – falls sonst nicht ansteht, Tagebuchblogge. So würde ich vielleicht wieder in einen regelmäßigeren Rhythmus kommen. Weiterlesen »

WMDEDGT – Tagesaktivität liegt bei 200%

Tagesaktivität beim FahrradergometerFrau Brüllen fragt an jedem 5. des Monats: „was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und wir sind heute mal wieder dabei. Nicht jeder 5. Tag eines Monats eignet sich bei mir zum Tagebuchbloggen. Heute allerdings habe ich laut meiner neuen Sportuhr eine Tagesaktivität von 200% erreicht: Da muss es doch genug zu berichten geben, oder? 😉

Ich hatte heute frei. Das liegt daran, dass ich seit Januar von 4 auf 3 Arbeitstage reduziert habe, weil ich mich mehr um die schulischen Angelegenheiten meiner 6-Jährigen Schnatterente kümmern muss. Ich weiß, es klingt verrückt: Weiterlesen »

Deutsche Kinder: im Winter warm anziehen, Briten: laufen in Shorts

Kinder im Winter warm anziehen

Wir Deutschen haben ja schon so das ein oder andere Vorurteil den Briten gegenüber und einige sind sicher entweder veraltet oder unbegründet. Aber es gibt auch welche, die einfach zutreffen: Aus meinen Kindheitstagen erinnere ich mich noch daran, dass die kleinen britischen Nachbarsjungen im Winter in ihren kurzen Hosen an der Straße standen und auf ihren Schulbus gewartet haben, während deutsche Eltern ihren Kinder im Winter warm anziehen.

Und während wir Deutschen uns hier in London bei fallenden Temperaturen sofort warm anziehen und ein paar Schichten übereinander tragen, laufen große und kleine Briten lange noch in ihren kurzen Hosen oder Röcken rum. Oder eben jene nicht-Briten, die sich als „kleine Briten“ bezeichnen!

„Mama, mir ist nicht kalt, ich bin Engländerin!“

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Entscheidung AuPair zu werden – Besser zweimal nachdenken

Entscheidung AuPair zu werden muss gut durchdacht sein

Nach dem unser diesjähriges AuPair uns so bitter versetzt hatte, obwohl ihre Zusage zum AuPair Jahr lange gereift schien, hatten wir es anschließen mit einem AuPair zu tun, dessen Entscheidung AuPair zu werden innerhalb weniger Stunden fiel. Obwohl die Entscheidung zum AuPair Jahr so spontan gefallen ist, hatten wir dennoch ein gutes Gefühl mit diesem AuPair. Zumindest wurde uns 4 Tage immer wieder bestätigt, wie riesengroß die Vorfreude ist… Aber der Reihe nach: Weiterlesen »

Sich auf die Familie verlassen

Sich auf die Familie verlassen

Bei uns ging es in letzter Zeit wirklich drunter und drüber – aber glücklicherweise steht wie selbstverständlich fest: Trotz der Entfernung zwischen Berlin und London kann ich mich immer auf die Familie verlassen! Wegen dem ganzen Trubel in letzter Zeit, zum Beispiel mit der Kündigung des im Frühsommer gefundenen AuPairs drei Tage nachdem sie bei uns angefangen hatte, oder der weiteren AuPair-Suche, die ich auch schon längst verbloggen wollte, komme ich gefühlt zu nichts. Den Alltag mit Arbeit, Kindern und deren Social Life – zumindest unter der Woche – bekomme ich überwiegend noch hin. Am Wochenende wird es dann schon schwierig: Weiterlesen »

Packed-Lunch statt Schulmittagessen?

Tomate-Mozzarella-Brot

In einer Woche fängt bei der fast 6-Jährigen Schnatterente die Schule wieder an: Sie kommt in Year 1, was – da sie in England ja schon in der Vorschule (Reception Class) richtig mit Lesen, Schreiben und Rechnen angefangen hat – wohl eher der deutschen 2. Klasse entspricht. Kaum reden wir über die Schule kommt unweigerlich das „Mama, kann ich dieses Jahr bitte „Packed-Lunch“ haben?!?“. Damit meint sie, dass sie statt dem angebotenen Mittagessen lieber etwas von zu Hause mitnehmen möchte. In der Regel essen Kinder, die nicht das Schulessen essen, Sandwiches als Hauptbestandteil des Packed-Lunch. Sandwiches gehen bei der Schnatterente aber leider gar nicht. Weiterlesen »

So war das nach dem Brexit Votum in London

Spontane Reaktion der 3-Jährigen auf den Brexit
Spontane Reaktion der 3-Jährigen auf den Brexit

Lange vor mir hergeschoben habe ich einige Zeit gebraucht einmal aufzuschreiben, wie es uns als Deutsche in London nach dem Brexit Referendum ging. Es war auch in der Tat eine recht intensive und teilweise beängstigende Zeit. Der Brexit war allgegenwärtig (zumindest wenn man sich in der Gesellschaft von Menschen befand, die man besser kennt und mit denen man über solche Dinge spricht). Weiterlesen »

WMDEDGT im Juli – Londoner Tagebuchbloggen über Läuse, Ballett und mehr

Ballett-Stunde in London

Jeden 5. des Monats fragt uns die liebe Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag machen. Oft fällt das auf einen meiner gewöhnlichen Arbeitstage. Diesmal nicht! Endlich kann ich mal wieder von einem spannenden 5. des Monats berichten #wmdedgt.

Was ist das da auf deinem Kopf?!?

Der Morgen fing bereits ereignisreich an: Beim Scheitelziehen für die Frisur der Schnatterente huschte etwas kleines schwarzes über den Kopf! Nachdem wir schon vor 7 Wochen Läuse bei ihr hatten, war ich alarmiert und hatte den Läusekamm griffbereit. In der Tat! Ich habe 3 Läuse rausgekämmt und konnte auch ein paar Nissen sehen. Kotz!!! Weiterlesen »