Erster Arbeitstag fürs Au Pair und mich

faulenzender beagle auf einem sessel

Das Foto des Beagles meiner Eltern spiegelt ein bisschen wieder, wie ich mich heute morgen gefühlt habe: Runter vom Sofa und ab zur Arbeit! Das war das Motto des heutigen Tages, den ich für Frau Brüllens Reihe: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ gerne beschreiben will. Auch wenn ich mich leider viel zu selten so wie der „faule Köter“ meiner Eltern auf dem Sessel rumfletzen kann. Hund müsste man sein… 😉

Ferienende heißt, es geht zurück nach London

Wir sind seid ein paar Tagen wieder in London. Und wir waren lange weg: Nämlich bis auf die erste Woche, die ganzen Sommerferien. Das ging auch nur, weil ich erst so kurzfristig ein paar Wochen vor den Sommerferien bei meiner neuen Firma angefangen hatte, zu arbeiten. Da sie mich zuvor etwas hinhalten mussten, habe ich dann eben am Ende drauf bestanden, dass ich meine Urlaubspläne nicht mehr umschmeißen werde und ich eben mal 5 Wochen nicht kommen würde. Natürlich unbezahlt – das war der Deal und auch völlig ok für mich.

Wir hatten wirklch schöne Ferien und die letzten beiden Wochen waren wir bei meiner Familie in Berlin. Für beide Mädels war es ein schwerer Abschied aus Berlin. Durch die aktuelle Wohnsituation bei meinen Eltern und mit den Familien von meinem Bruder und meiner Schwestern nebenan, sowie zwei weiteren befreundeten Familien, zu denen man durch den Garten gehen kann und die auch umgekehrt viel im Garten meiner Eltern sind, ist natürlich jeder Tag irgendwie wie Kindergeburtstag: Es wuselt nur so vor lauter Kindern und man weiß zwischendurch gar nicht, wer sich eigentlich gerade wo rumtreibt. Nur gut, dass die „Außengrenzen“ des Kinderparadieses fest umzäunt sind!

Die Kids rebellieren bei jeder Abreise aus Berlin mehr und mehr, warum sie abreisen müssen und wieso wir nicht überhaupt auch gleich ganz in Berlin wohnen können. Es bedurfte etwas Überzeugungsarbeit aber am Ende konnte ich sie aber dann doch überreden, mit mir ins Auto Richtung Frankfurt zu steigen, wo wir ein paar alte Freunde und Verwandte besuchen wollten und eine Nacht blieben.

Die Kids haben an deinen ersten Arbeitstagen noch keine Schule

Gestern war dann auch unser neues Au Pair den ersten vollen Tag bei uns und wir haben uns im Schnelldurchlauf die ganze Gegend angeschaut und schon ein paar Admin Dinge auf den Weg gebracht. Und nur weil sie aufgrund jüngerer Geschwister so erfahren ist, konnte ich sie heute bereits guten Gewissens den ganzen Tag mit den Kids alleine lassen. Mittlerweile bin ich echt glücklich über den kurzfristigen Rückzieher des eigentlich neuen Au Pairs, denn ein erfahreneres Au Pair als unser neues hätten wir sicher kaum finden können!

Obwohl die Schule offiziell Montag wieder begonnen hat, war gestern und heute aufgrund von Inset-days (vergleichbar mit Studientagen) keine Schule. Ein bisschen Angst hatte ich schon, dass die Mädels dem Au Pair das Leben schwer machen könnten. Immerhin sind sie es von den letzten Wochen nun ja gewöhnt, dass ich nicht ins Büro gehe. Und so oder so haben sie bei allen Au Pairs am Anfang ziemlich rumgenörgelt, wenn ich morgens das Haus verlassen habe. Mal ganz abgesehen vom dem Grenzen testen beim neuen Au Pair…

Erstaunlicherweise war das Tschüß-sagen aber kein Problem. Insgesamt lief der Tag heute auch scheinbar wirklich ganz gut, und es gab nur ein paar Zickereien von der Großen. Ich hatte eher die Kleine in Verdacht, etwas rumzubocken, da sie gestern so ungefähr ihren schlimmsten Wutanfall hatte und so dermaßen gar nicht gehört hat und mega frech war, dass ich ihr nach Monaten mal wieder eine Auszeit geben musste. Eine, wo sie nach einer Weile dann auch in ihrem Bett eingeschlafen ist. Sie war also scheinbar müde, was für mich allerdings keine Entschuldigung für das unmögliche Verhalten davor war, das sie an den Tag gelegt hatte.

Das einzige positive am gestrigen Tag war, dass ich dem Au Pair versichern konnte, dass es nicht schlimmer wird als das, was sie miterleben durfte. Nachdem sie das aber lediglich mit einem „Na dann geht das ja noch“ kommentierte, war ich doch sehr erleichtert 😀

Welcome back – erster Arbeitstag auch für mich

Während meiner Abwesenheit im Büro haben zwei neue Kollegen im Marketing Team angefangen. Das war ein Zuwachs, der für mich etwas überraschend war. Aber sehr positiv, zumal das kleine Marketing Team fast nur aus Frauen bestand und zwei Männer da ganz gut reinpassen.

Die meisten Kollegen haben mich auch ganz freundlich begrüßt, obwohl ich beim ein oder anderen doch ein bisschen zynische Bemerkungen wahrnahm. Von wegen, wenn man so lange weg ist… Ich denke, vielleicht würde der ein oder andere auch gerne mal so lange Urlaub machen. Aber da der ja nun mal von vorneherein feststand und ich höchstens alternativ hätte vorschlagen können, dass ich erst jetzt zu arbeiten anfange, was aufgrund der Dringlichkeit sicher auch nicht gerne gesehen worden wäre, habe ich kein schlechtes Gewissen.

Im Gegensatz zu vor den Sommerferien bin ich jetzt auf jeden Fall gut erholt und relaxt und das kommt ja auch wiederum der Firma zugute. Vor dem Sommer war ich aufgrund mehrerer Projekte zur gleichen Zeit wirklich sehr gestresst, was sicher auch nicht spurlos an der Familie vorbei ging…

Wie die erneute Überlastung vermeiden?

Wir haben nun einen neuen Wochenrhythmus: Ich arbeite zwar weiterhin vier Tage die Woche, allerdings geht die 4 Jährige ab nächste Woche Montag in die „richtige Schule„. Das heißt, dass auch sie jeden Tag von 8:45 – 15:20 Uhr in der Schule ist. Und damit habe ich nun erstmals an meinem freien Tag richtig viel Zeit, ohne dass eines der Kinder bei mir ist. Zuvor waren das gerade mal so knapp 2,5 Stunden, die ich an meinem freien Tag für mich hatte, während die Kleine im Schulkindergarten war.

Nun kann ich also echt was schaffen an meinem „freien Tag“: Zum Beispiel an diesem Blog oder meiner englischen Au Pair Webseite www.hostmum.com arbeiten. Dank der neuen Freizeit-Arbeitszeit nehme ich mir nun fest vor, unter der Woche nur an höchstens 3 Abenden überhaupt „online“ zu sein. Also zu bloggen oder sonstwie im Internet zu surfen.

An den „offline Abenden“ werde ich dann vielleicht zum Gym gehen (wobei ich durch die zwei 10 km lagen Fahrradstrecken zur und von der Arbeit, an den Arbeitstagen schon ziemlich ausgepowert bin). Oder auch endlich mal wieder ein Buch lesen. Zum Lesen komme ich nämlich eigentlich schon seit Jahren überhaupt nicht!

Der Schal der Kleinen wartet auch noch darauf, nach fast zwei Jahren fertig gehäkelt zu werden. Und außerdem wollte ich mal wieder meine Sauerteigbrotbackkünste weiterentwickeln und unserem Au Pair, das auch gerne Brot isst, die Tipps und Tricks beibringen. Das wäre der absolute Traum für meinen Mann, wenn er jedes Wochenende ein leckeres, selbstgebackendes Brot futtern darf, das einem deutschen Standardbrot ähnelt! Mit was für Problemen man nicht alles zu kämpfen hat, wenn man seiner Heimat den Rücken zuwendet, könnt ihr euch gar nicht vorstellen 😉

Eure Uta x

 

 

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