Haus in London – wer mag darf gucken

Wir haben ein langes Umzugswochenende hinter uns und sehen zum Glück langsam Licht am Ende des Tunnels. Natürlich steht überall noch irgendetwas rum, das seinen Platz bisher noch nicht gefunden hat. Auch deshalb, weil wir zum Beispiel noch einen Kleiderschrank bei der Kuschelmaus sowie 2 Bücherregale neben dem Kamin einbauen lassen wollen. Aber als allererstes müssen wir mal die Badrenovierung angehen, denn:

Zwei getrennte Wasserhähne am Waschbecken!

Das geht gar nicht! Natürlich haben wir bei den Besichtigungen des Hauses nicht auf die Wasserhahn-Anordnung geachtet. Das Bad sah soweit ok aus, auch wenn wir es sicher mal modernisieren lassen wollten. Leider mussten wir am ersten Abend etwas entsetzt feststellen, dass es einen Kalt- und einen Warmwasser-Wasserhahn gibt – vermutlich typisch englisch und „edwardian“ und sowas von bescheuert! Entweder verbrennt man sich oder man muss sich mit eiskaltem Wasser die Hände oder noch schlimmer: Das Gesicht waschen! Die Alternative, die ich nach ein paar Tagen zum Gesichtwaschen erträglich finde, ist: Beide Wasserhähne laufen lassen und erst kaltes und dann warmes Wasser in die Handkuhle laufen zu lassen. Eine Wissenschaft für sich!

Wenigstens an der Badewanne kommt das Wasser aus einem Hahn, auch wenn man zur Temperaturregulierung wiederum 2 Griffe zu bedienen hat.

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Daher wird das Bad die erste Baustelle im Haus werden. Wenn die Umbauarbeiten stattfinden, werden wir wohl oder übel ein paar Tage auf das Badezimmer des Au Pairs unterm Dach ausweichen müssen. Nicht gerade sehr praktisch, wenn man erst einmal 2 Stockwerke hochrennen muss, um mal Pippi machen zu können (zumal die Schnatterente immer bis zur letzten Sekunde wartet, bis sie geht!). Ein Gästeklo im Erdgeschoss wäre auch etwas so Schönes… Hach!

Unser Wintergarten ist für uns im Moment ein kostenloser „self-storage“, wo die Bücherkisten und zig andere Dinge noch eine Weile verharren werden. Eigentlich sehr schade, weil der wirklich schön und Dank der Heizung auch jetzt schon muckelig warm ist, wenn man drin sitzen wollte.

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Leider gibt es keinen Weg um das Haus herum, um den Wintergarten von außen zu erreichen. Das wäre nämlich der perfekte Abstellplatz für einen von Matsch und Regen verschmutzten Kinderwagen. Naja, man kann nicht alles haben. Nur doof, dass im Moment im Eingangsbereich Teppich liegt. Dieser wird vermutlich etwas in Mitleidenschaft gezogen werden, weil ich nicht – wie der Ordnungshüter sich das vorstellt – jedes Mal 5 Minuten die Reifen des Kinderwagens sauber machen werde, bevor ich ihn reinfahre. Geschweige denn kann ich das dem Au Pair zumuten!

Aber der Teppich wird hoffentlich auch bald das zeitliche segnen. Und wir werden den – im besten Falle vernünftig erhaltenen – Holzboden darunter wieder zu altem Glanz verhelfen. Dann wäre es auch möglich, das im Buggy schlafende Kind ein Mal durch das Haus in den Garten zu schieben.

Der Ordnungshüter hat festgestellt, dass die Straße vor der Tür doch mehr befahren ist, als er gedacht hatte. Also wenn ich gerade so rausgucke, während ich den Blogpost schreibe, fahren in der Minute vermutlich so 10 – 15 Autos vorbei. Aber gerade ist auch viel los, weil jetzt Schulschluss ist und nur 200m von uns entfernt eine Schule ist. Ich muss sagen, mich stört das nicht, zumal wir Doppelverglasung haben und dadurch der Geräuschpegel niedrig ist. Natürlich höre ich, wach im Bett liegend, wenn ein Bus oder ein anderes lautes Fahrzeug vorbeifährt. Ich bin aber bisher noch nicht davon aufgewacht und überhaupt ist das ja reine Gewohnheitssache.

Unser Schreibtisch steht jetzt im Schlafzimmer genau vor dem Fenster zur Straße hin und ich finde es sogar ganz nett, wenn man arbeitet und beim Nachdenken aus dem Fenster schaut, wo sich dann auch etwas bewegt. Die Schnatterente guckt hier sehr gerne aus dem Fenster und hat schon mehrfach irgendwelche Freunde aus dem Kindergarten vorbeilaufen sehen.

IMG_1656Demnächst werde ich ja einen Tag in der Woche von zu Hause arbeiten. Ich meinte zum Ordnunghüter, dass es ja schon etwas merkwürdig wäre, wenn ich mit meinem Chef regelmäßig aus meinem Schlafzimmer heraus skype. Der Ordnungshüter findet das aber ok, solange ich mich dabei „nicht gerade nackt auf dem Bett räkele“ ;-p

 

Wenn es auch in unserem Schlafzimmer noch etwas chaotisch ist, so sind wenigstens die Kinderzimmer schon halbwegs fertig. Nur noch ein paar Bilder und Gardinen müssen aufgehängt werden. Die Schnatterente hat für sich und für die Kuschelmaus die Zimmerfarbe bestimmt. Ich bin ganz froh, dass sie sich zumindest nicht rosa gewünscht hat!

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Wie man leicht erahnen kann: Wir sind für die Kindermöbel auch große Fans der
Kindermöbel

einer schwedischen Möbelhauskette 😉 Aus den anderen Zimmern versuchen wir diese aber immer mehr zu verdrängen. Zu lange habe ich in Birke Furnier gelebt! Und so ganz würde das auch nicht zu unserem edwardian House passen, das doch noch einige der alten Stilelemente enthält.

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IMG_1644Der Ordnungshüter scheint es jedenfalls nicht als Stilbruch zu empfinden, gleich wieder seine riesen schwarzen Männchen aus Malaysia auf den Kaminsims zu platzieren. Was war das für ein Akt, diese im Flugzeug im Handgepäck transportieren zu dürfen!!! 10 Mal wurden die durchleuchtet und erst einmal von einer Flugbegleiterin probeweise ins Flugzeug gebracht, um auszuprobieren, ob die auch reinpassen… Puuuhhh. Er ist bei uns definitiv derjenige mit dem Hang zum „Wohnschrott“ und so hat er auch damals mit großer Freude in der Wohnung meiner verstorbenen Oma die tollsten Fundstücke aus Allerherrenländer an sich genommen. Nahezu aufgeopfert hat er sich dafür, denn kein anderer wollte die Figuren, Masken und Holzskulpturen haben.

Liebe Omi! Auch wenn ich deine Reiseandenken eher als Schrott bezeichnen würde: Zumindest mein Mann hält sie in Ehren! *augenroll*

Eure Uta x

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