Liebster Award: Über Berlondonmama

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Die liebe Mama notes hat mich netterweise zum Liebsten Award nominiert: Ein Award, bei dem sich Blogger gegenseitig nominieren und Fragen zur Person und dem Blog stellen. Ich finde diese Blog Awards sind eine wirklich schöne Möglichkeit, neue Blogs kennen zu lernen und seinen eigenen auch kurz vorzustellen. Mama notes hat es mir einfach gemacht und ich darf mir aus den 22 Fragen, die ihr gestellt wurden, 11 aussuchen und beantworten.

Dann mal los 🙂

Warum hast Du angefangen zu bloggen?

Das war eigentlich eine total spontane Idee: Wir hatten ja bereits 2 Jahre in Hong Kong gelebt und eigentlich hätte mir da schon diese Idee kommen können. Von dort habe ich allerdings lediglich 1-2 Mal im Jahr eine längere Email an einen ziemlich großen Emailvertreiler geschickt, der aus Familie und Freunden bestand. Hier hatte ich natürlich viele Bilder von uns angehängt, was ich über den Blog lieber nicht machen möchte (es steht aber auf meiner to-do Liste, auch mal wieder ein paar Fotos an meinen Emailvertreiler rumzuschicken).

Auf die Idee mit dem Blog bin ich zu einer Zeit gekommen, als die Kleine halbwegs zuverlässig durchgeschlafen hat und ich mich gefragt habe, was ich zukünftig in London machen will. Auf Jobanzeigen im Marketingbereich war fast immer die Kenntnis/Erfahrung mit einem Content Management System, vor allem WordPress, Voraussetzung. So wurde die Idee geboren, einen Blog über unser Leben zwischen London und Berlin – unsere beiden Hauptstandorte – zu schreiben und damit Freunden und Familie zu berichten, was wir so treiben und gleichzeitig Erfahrung mit WordPress zu sammeln.

Ich glaube, dass mein Blog durchaus auch dazu beigetragen hat, dass mir mein derzeitiger Arbeitgeber Anfang des Jahres einen Praktikumsplatz im Online Marketing angeboten hat. In den 3 Monaten Praktikum konnte ich beweisen, dass man auch mit 34 Jahren noch lernfähig ist: Ich manage jetzt an 4 Tagen die Woche mit einem permanenten Vertrag den Content eines in Deutschland agierenden Online Arztes und lerne von meinem Lieblingskollegen sehr viel über SEO 🙂

Seit dem ist der Blog natürlich in der Prioritätenliste von Platz 2 hinter der Kindern auf Platz 3 hinter Kindern und Arbeit abgerutscht. Aber ich versuche, mindestens 2 Mal im Monat etwas zu veröffentlichen.

Hast Du Dich erst im Web umgeguckt oder hast Du einfach losgelegt?

Wie oben beschrieben war meine Entscheidung, mit dem Bloggen anzufangen, ja eher ziemlich spontan. Ich habe vorher auch keinen Blog regelmäßig gelesen, sondern bin eher mal über irgendwelche Google Suchen auf einen Blog gestoßen und dadurch vielleicht mal hängen geblieben. Von daher habe ich wirklich einfach losgelegt und einfach ausprobiert, was mir gefällt.

Gleichzeitig mit dem Blog habe ich angefangen zu Twittern und auch einen Instagram Account angelegt. Das mit den Social Media Kanälen hatte ich mir dann schon ein wenig von anderen Blogs abgeschaut. Instagram mache ich aber fast gar nicht und auf Twitter findet man mich derzeit auch immer seltener… Naja, das ich sicher so phasenweise mal mehr mal weniger.

Lesen Deine Familie und Freunde Dein Blog?

Meine Mutter liked immer meine Posts auf Facebook. Ich glaube aber, dass sie die Blogposts nicht immer liest – sie hat einfach zu wenig Zeit und meistens Skypen wir ja auch am Wochenende. Ansonsten klickt vielleicht der ein oder andere meiner Familie mal rein, aber sicher eher unregelmäßig.

Es gibt aber ein paar Freunde, insbesondere solche, die wir nicht so regelmäßig sehen, die mir manchmal sagen, wie schön sie es finden, über den Blog zu erfahren, wie es uns so geht in London. Von daher werde ich das Bloggen auf jeden Fall noch so nebenbei weiterlaufen lassen, auch wenn es im Moment etwas zu kurz kommt.

Worüber kannst Du bei anderen Blogs lachen?

Über ehrliche Berichte vom alltäglichen Chaos in Familien mit kleinen Kindern – vor allem, wenn das mit einem gewissen Sarkasmus beschrieben wird!

Den lustigsten Blog überhaupt habe ich kurz nachdem ich mit dem Bloggen angefangen habe, entdeckt. Leider hatte die Mama schon aufgehört zu schreiben und da ich den Blog jetzt nicht mehr finde, scheint sie ihn gelöscht zu haben. Sie schrieb so dermaßen sarkastisch über ihr stinklangweiliges Expat-Leben als Hausfrau in Hong Kong, die es nur deshalb dort aushielt, weil sie sich schon mittags eine Flasche Wein reinkippte. Ihre 2 (!) philippinischen Maids nannte sie auf dem Blog „Dumb and Dumber“ und ihre nervigen Zwillinge „Itchy and Scratch“! Die Beschreibung, wie beim einmal-im-Jahr-stattfindenden Sex (sie nannte ihn „Crazy monkey Sex“) das Unfallkind Nr. 3 entstanden ist, war so lustig, dass ich das sogar dem Ordnungshüter vorlesen musste :-D.

Wie gehst Du mit negativem Feedback um?

Das ist eigentlich nur ein Mal passiert: Eine Abiturientin hatte im Kommentar auf meinen Blogbeitrag geantwortet, über welchen wir ein AuPair suchten. Eine Londoner Nanny hat rumgestänkert, dass wir das AuPair nur ausnutzen wollen und wir nicht das Geld für eine richtige Nanny ausgeben wollen, obwohl sie scheinbar unseren Kontostand bestens kannte und schrieb, dass wir uns das leisten könnten! Sie hat die Abiturientin regelrecht davor gewarnt, sich bei uns zu bewerben. Ich habe nett darauf geantwortet und anstelle die darauf folgende Pöbelei von der Nanny erneut zu veröffentlichen, ihr direkt eine Email geschrieben. Aber natürlich hat sie irgendeine falsche Email Adresse angegeben. Ich nehme an, ihr sind die AuPairs in London ein Dorn im Auge, weil sie ähnliche Arbeit leisten wie sie, aber eben deutlich weniger Gehalt bekommen (weil sie ja auch bei den Gastfamilien wohnen).

Ich hätte das gerne mit ihr geklärt, aber sie hat mir ja keine Chance gegeben…

Was macht Dir am meisten Spaß beim Bloggen?

Ich werde immer wieder direkt mit konkreten Fragen angesprochen: Über Hong Kong, London oder auch schon mal über AuPairs. Etwas abstrus war es, dass ich einen ganzen Abend mit einer Dame geschrieben habe, die sich zunächst über das Gesundheitssystem in England erkundigen wollte und recht schnell kam raus, dass sie einem „Love-Scammer“ verfallen war! Obwohl sie selbst an der Echtheit der Geschichte dieses Mannes zweifelte, war es für mich kaum zu glauben, dass sie dennoch so an ihm festhielt und ihm vertraute. Leider weiß ich nicht, was aus der Geschichte geworden ist…

Zu anderen Themen habe ich schon mit einigen Familien telefoniert oder geskypt. Ich freue mich, wenn ich anderen mit meinen Erfahrungen helfen kann und mache das gerne, wenn es die Zeit zulässt.

Lieber Ski- oder Sommerferien?

Definitiv in den letztes Jahren Sommerferien. Ich bin früher viel Snowboard gefahren und das auch relativ rasant. Teilweise ist man da schon mal etwas ins Schlingern geraten und dachte sich hinterher: Gut, dass es mich da nicht voll ausgehoben hat! Heute würde ich deutlich vorsichtiger fahren, aber das geht bei einem Raceboard (also nicht Freestyle: die mit dem Gummistiefeln statt richtigen Skischuhen) fast nicht. Ostern planen wir nun nach Jahren mal wieder einen Skiurlaub. Mal schauen, wie das wird.

Kochst Du gerne und häufig oder eher gelegentlich?

Als ich noch nicht gearbeitet habe, habe ich eigentlich schon jeden Tag was für die Kinder gekocht. Natürlich meist nur irgendwelche einfachen Dinge, oft mit Nudeln, weil die einfach immer am Besten ankommen.

Jetzt koche ich halt mal an meinem freien Tag und am Wochenende. Aber zumindest derzeit habe ich keine große Motivation, mich an neuen Rezepten zu probieren: Die Kinder essen das meist eh nicht und meine Zeit ist mir derzeit zu kostbar, als dass ich 2 Stunden in der Küche stehen wollte. Kochen darf zu Zeit einfach maximal 60 Minuten dauern, lieber noch ein ganzes Stück weniger.

Wann bist Du zum letzten Mal ausgegangen?

Das war in Berlin zum Italiener am 5 Minuten entfernten S-Bahnhof mit meinem Mann. Also nicht sehr spannend. Ich freue mich aber schon sehr auf die Weihnachtsfeier meiner Firma. Es wird bestimmt ziemlich lustig, eine englische Christmasparty mit Fancy Dresses, Secret Santa usw. zu erleben.

Vermisst Du manchmal Dein Leben als Nicht-Mama?

Im Grunde nicht. Allerdings hätte ich schon Lust, mal einen Abend so richtig loszuziehen und nicht am nächsten Tag um 6:00 Uhr wieder auf der Matte stehen zu müssen. Selbst wenn wir das dank unserem AuPair oder in Berlin, wenn meine Mutter auf die Kinder aufpasst, machen könnten, wären sie doch am nächsten Morgen in unserem Bett und würden die gewohnte Aufmerksamkeit einfordern.

Vielleicht schenke ich dem Mann mal eine Hotelnacht und dann können wir nach einer Ausgehnacht einfach mal so richtig fett ausschlafen 🙂

Würdest Du Deinen Kindern heute einen anderen Namen geben?

Unsere Mädchen haben beide eher „Erwachsenen-Namen“, die auch auf englisch aussprechbar sind. Sie sind mehrsilbig, aber bewusst so, dass man sie ganz gut und kindlich abkürzen kann. Ich würde es wohl wieder so machen, auch wenn wir hier in England mitbekommen, dass den Namen der Großen hier die Omas ihrer Freunde haben! Aber wer weiß: Vielleicht zählen wir mit diesem Namen bald als Trendsetter 😉

Möchtest Du auch ein paar Fragen ähnlich wie oben beantworten? Melde dich sehr gerne, ich schicke dir meine Fragen. Verlinke anschließend meinen Blog und veröffentliche einen Blogpost mit meinen Fragen und deinen Antworten. Hinterher nominierst du wieder andere Blogger und stellst ihnen Fragen, die dich interessieren.

Eure Uta x

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