Tag des Grauens

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Da war er mal wieder: So ein Tag, den man im Kalender gerne streichen würde!

Es fing schon beim Aufstehen an: Obwohl ich dem Ordnungshüter genau gesagt hatte, wann ich ins Bad möchte und von ihm keine Widerrede kam, wollte er plötzlich 5 Minuten vor mir Duschen. Und wer jetzt denkt: „Das passt doch super!“, kennt meinen Mann nicht. Denn auch bei der Körperpflege ist er sehr ordentlich! Als er mal einen Morgen verschlafen hat und draußen bereits sein Taxi wartete, um ihn zum Flughafen zu bringen, hat er einen Rekord aufgestellt und das Morgenprozedere in unter 20 Minuten geschafft! Wow! Ich brauche sicher nicht zu erwähnen, dass 20 Minuten im Bad für mich „ausgiebiges“ fertigmachen heißt, in dessen Genuss ich nur mal am Wochenende komme…

Die Mädchen sind auch beide mit dem falschen Bein aufgestanden, waren den ganzen Tag irgendwie müde und heute hatten wir wirklich alles dabei: Geheule, Gestreite, Geschrei, Meckerei, Wutanfälle, Aua-Wehs, die eine trat in den Ess-Streik, die andere warf mit Essen um sich. Beim Gardine aufziehen kam die ganze Aufhängung samt großem Stück Mörtel aus der Wand, Wassergläser wurden umgeschmissen und so weiter. Grrrrr, gggrrrrr, gggggggggggggggrrrrrrrr…

Als die Mädchen dann mal gerade nicht am Rumlamentieren waren und gespielt haben, ging das auch nur in eine Richtung: Wie kann man schnellstmöglich das größtmögliche Chaos machen?!

Am liebsten hätte ich sie rausgescheucht, aber das ging nicht: Es hatte immer wieder geschauert und ich wollte die Kids auch nicht noch müder machen, denn es stand ja auch noch der Ballett-Kurs an! (zu allem Überfluss!). Nach vielem hin-und-her wollte die Schnatterente doch zum Ballett und dort angekommen, hing sie mir, das erste mal überhaupt, total heulerig an der Hand und wollte nicht in den Ballettraum. Die Ballettlehrerin, die wie vermutlich alle Ballerinas, viel von Disziplin hält und die kein Verständnis für solch belanglose Dinge wie heulende Kinder hat, griff beherzt nach der Hand der Schnatterente und zog sie heulend in den Raum.

Normalerweise hätte mir die Schnatterente etwas Leid getan, aber nach dem Theater heute zu Hause war es für mich fast eine Genugtuung zu sehen, dass wenigstens die Ballettlehrerin durchgreifen kann, ohne dass es das gewohnte „ABER: blablabla….!“ von der Schnatterente gibt. Sie kam dann aber zum Glück doch wieder recht happy aus dem Kurs und ich dachte, der Tag könnte doch noch glimpflich enden.

Falsch gedacht! Zu Hause angekommen war sie natürlich viel zu müde um – wie versprochen – das riesen Chaos zu beseitigen. Also gut, ich habe dann erst einmal Abendbrot gemacht, damit sie danach Power zum Aufräumen hat. Und wieder riesen TraRa: Habe ich doch glatt auf ihren Wrap, den sie haben wollte, ein wenig Ketchup gemacht! Die Kuschelmaus hat auch nicht vernünftig gegessen und ich hätte explodieren können! Damit sie überhaupt was essen, habe ich ihnen, nach viel Diskussion, doch noch die kalten Nudeln vor den Latz geknallt! aufgetischt.

Vor dem Aufräumen hat sich die Schnatterente danach trotzdem sowas von gedrückt, dass es mir gereicht hat: Vor ihren Augen habe ich im Wohnzimmer die ganzen auf dem Boden verstreuten Spielsachen in einen Müllsack gepackt und gesagt, dass sie sie Ostern wieder sieht! Da hat sie aber sowas von doof geguckt und hat sich schleunigst aufgemacht, das Chaos in ihrem Zimmer aufzuräumen, damit ich nicht auch dort mit dem Müllsack „aufräumen“ komme.

Sie war dann scheinbar so beeindruckt, dass sie beim Zähneputzen verhältnismäßig brav war und auch ohne große Scherereien ins Bett gegangen ist. Endlich habe ich meine Ruhe!!!

Da ja jetzt wenigstens schon das Spielzeug aufgeräumt ist, muss ich mich nur noch um das selbst geschaffene Chaos in der Küche kümmern. Aber wenigstens gibt es dabei keine Diskussion, kein Geschrei und überhaupt keine Wiederrede!!!

Eure (heute sehr genervte) Uta x

2 Gedanken zu „Tag des Grauens

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