WMDEDGT – Osterurlaub in Berlin

Altes Spiel 3D-Vier-gewinnt Trubbel

Am 5. des Monats April fragt Frau Brüllen wie immer: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und ich berichte gerne von unseren ersten Tag vom Osterurlaub in Berlin. Gestern sind wir ohne Probleme und sogar einmal pünktlich in Berlin gelandet. Die Fahrt nach Heathrow war sehr interessant, weil der Fahrer Pakistani war, aber lange mit seiner Familie in Frankfurt gelebt hat und gut deutsch konnte. Sein ältestes Kind ist damals beim Umzug nach London nach der Hälfte der deutschen vierten Klasse direkt in die britische 6. Klasse gekommen! Ohne Englisch zu können! Es hatte wohl etwas Anlaufschwierigkeiten gehabt, aber dennoch all den verpassten Stoff irgendwann aufgeholt. Respekt!

Wir drei Mädels hatten uns extrem auf den Osterurlaub in Berlin gefreut! Die letzten Wochen und Monate waren irgendwie anstrengend und wir sind alle urlaubsreif! Ein Grund, dass ich mehr Stress hatte als sonst, ist die Tatsache, dass ich einiges an Bewerbungsgesprächen neben dem regulären Job auf dem Wochenplan hatte. Ich habe nämlich meinen Job gekündigt, weil ich nach 2 Jahren als Content Manager einfach nicht mehr viel Neues dazu lernen konnte und mir schlichtweg langweilig war. Intern gab es auch nicht viel was mich interessiert hätte bzw. das ich part-time hätte machen können und so habe ich mich hier und da beworben. Für den interessantesten Job wurde mein Lebenslauf allerdings von einer Recruiterin gefunden und der Bewerbungsprozess war – man kann es nicht anders sagen – chaotisch und langwierig! Mehr kann ich dazu gerade nicht sagen. Außer, dass ich nicht direkt einen Anschluß-Job habe und stattdessen an meinen eigenen Ideen tüftel, die ich an der Stelle auch noch nicht bekanntgeben möchte 😀

Zurück zum heutigen Tagesgeschehen: Der Tag fing sehr früh an:

„Es sind Osterferien! Und es ist mitten in der Nacht!“

Die Schnatterente stand um 4:00 Uhr morgens (man bedenke, das ist zu londoner Zeit 3:00 Uhr!) an meinem Bett und hat mich gefragt, ob sie nun zu meiner Mutter zum Kuscheln runtergehen darf. Auf mein verpenntes, aber doch scheinbar strenges: „Es ist mitten in der Nacht und deine Oma schläft noch! Geh wieder schlafen!“ hat sie sich glücklicherweise wieder ins Bett gelegt. Zu einer halbwegs verträglichen Zeit kam dann die Kuschelmaus samt Kopfkissen zu mir ins Bett (der Ordnungshüter muss die Woche noch in London bleiben). Das macht sie derzeit leider fast jede Nacht und ich kann in der Regel nicht gut schlafen, wenn sie neben mir liegt. Erstaunlicherweise sind wir doch beide noch einmal eingeschlafen bis die Schnatterente dann um kurz vor sieben kam und sie dann beide zu meiner Mutter runtergewackelt sind.

Mal endlich KEIN Stress beim Anziehen

Seit einiger Zeit haben wir morgens mal wieder Kleinkrieg: Meistens ist irgendwas mit den Anziehsachen! Zum Beispiel war dank gestiegener Außentemperaturen mal unsere Badheizung nicht an und die Schnatterente hat einen Anfall bekommen, dass ihre Klamotten nicht „vorgeheizt“ waren. Die hingen nämlich den ganzen Winter immer auf der Heizung und waren morgens mollig warm). Oder die Kuschelmaus bekommt einen Ausraster, weil ihr Lieblingspulli, den sie gestern noch eingesaut hatte, nicht wieder hübsch ordentlich gewaschen und anziehbereit im Schrank liegt!

Jedenfalls hat das Anziehen heute Morgen ohne Probleme geklappt und noch bevor ich aus der Dusche kam, hatten sie bereits mit meiner Mutter etwas gefrühstückt. Frühstücken hilft meistens bei morgendlichem Terror, weil ich denke, dass ein Teil der schlechten Laune von Unterzuckerung kommt.

Homeoffice mit spielenden Kindern um mich herum

Ich muss trotz meiner Kündigung noch bis zum Vertragsende in 2 Wochen arbeiten. So auch heute. Weil es unserem alten Au Pair, das nun in Berlin wohnt und die mir heute die Kinder abnehmen wollte, gestern nicht gut ging, haben wir das hier alleine gewuppt. Ist auch nicht weiter schwer, weil die 1.000.000 Spielsachen, die meine Mutter alle noch von uns aufgehoben hat, meine Kinder für Jahre beschäftigen könnten. Ich war ja wirklich erstaunt, dass das uralte 3D Vier-gewinnt („Trubbel“ wer erinnert sich noch?) noch funktioniert!! Hätten wir unsere Spielsachen damals pfleglicher behandelt, könnte man sicher einige Spielsachen heute gut verkaufen 😉

Irgendwann im Laufe des Vormittags sind die Kids dann zu meiner Schwester rübergedackelt, haben da Mittaggegessen und meine Schwester mit sehr mehrkwürdigen Geschichten entertaint. Was die manchmal für einen Blödsinn in der Schule aufschnappen… Tstststs.

Mittagessen im kleinen, aber doch auch großen Familienkreis

Meine Eltern haben sich angewöhnt, sehr spät Mittag zu essen. So kommen mein Bruder, der sich fast jeden Tag zum Essen einfindet, und mein Vater selten vor 15:00 Uhr aus dem Büro zum Mittag. Ich hatte mir da längst schon was zu Essen gemacht, aber war dann auch noch mal mit dabei. Genauso wie meine Schwägerin und Nichte und später auch einer der Neffen. Zusammen mit meinen Eltern, Bruder und uns ist das schon ein munterer Haufen, obwohl das für die hier Ansässigen eine kleine Runde ist. An manchen Sonntagen finden sich fast alle zum Mittagessen ein und das ist bei meinen 5 in Berlin lebenden Geschwistern, deren 3 Partnern und 4 Kindern dann schon mal eine andere Hausnummer 😉

Osterurlaub enthält das Wort „Urlaub“

Am Nachmittag fragte die Schnatterente irgendwann, ob wir nicht mit der bald vierjährigen Kuschelmaus noch ein bisschen Buchstaben üben müssten! Mhhh – in der Tat: Ich habe die sogenannten Flash Cards mitgenommen. Die Kuschelmaus wird nämlich im September eingeschult und dann geht es los mit Lesen und Schreiben. Ich finde es dermaßen zu früh, weil sie dann gerade mal 4 geworden ist. Aber die Alternative, sie ein weiteres Jahr im Schulkindergarten zu lassen, ist auch nicht das wahre, weil sie sicher extrem gelangweilt wäre und sich dann auch vermutlich nicht mehr so gut wie derzeit benehmen würde. Außerdem hat sie eine sehr süße Mädchen Clique und auch gute Jungsfreunde und das würde sie sehr deprimieren, wenn alle in die Reception Class kommen, nur sie nicht.

Trotz der Tatsache, dass wir auch laut der Lehrerin bis zum Schulanfang versuchen sollen, dass sie zumindest die Buchstaben und Zahlen bis 10 erkennen können soll, werden wir das Ganze sehr spielerisch machen und ohne Druck, wenn sie nicht möchte, dann eben nicht! Es ist schon verrückt, wie viel man in England außerhalb der Schule mit den Kindern machen muss, damit sie das Tempo halten! Ich denke, es gibt schon in den jüngeren Klassen nur vereinzelt Kinder, die alles alleine hinbekommen. Echt krass!

Spielenachmittag mit den Cousinen und Cousins

Am Nachmittag waren die Cousinen und Cousins da. Mein Bruder und meine Schwester wohnen ja direkt neben meinen Eltern und so geht es hier immer munter hin und her, rein und raus, hoch und runter. Neben Trubbel hat der große Cousin der Schnatterente versucht, Schach beizubringen. Das war sehr lustig, denn die Schnatterente hatte mich kürzlich angebettelt, sie für den Chess-Lunch-Club ihrer Schule anzumelden und trotz meiner Warnung, dass das ein Konzentrationsspiel ist, wollte sie da unbedingt hin. Nach der Lehrstunde heute Nachmittag bin ich mir sicher, dass das nicht der richtige Lunch-Club für sie ist 😉

http://www.berlondon-mama.de/wp-content/uploads/2017/04/Cousine spielt Twister Move

Selbst die einjährige Cousine war mit vollem Eifer mit beim Twister Move spielen mit dabei! Ich kannte die Twister Version gar nicht (muss wohl einer meiner jüngeren Schwestern gehören). Das Spiel ist ab 8 und ich muss sagen, ich verstehe auch warum! Per CD werden einem in rasender Geschwindigkeit die Bewegungen vorgegeben. Das hab ich auch nicht hinbekommen 😀

Endlich mal wieder Tennisspielen

Um 17:30 Uhr habe ich dann die Mädels zur Schwägerin rübergegeben, um mit meinem Vater Tennis zu spielen. Der hat Mittwochs immer eine feste Hallenbuchung im Winter und da keine der anderen Schwestern heute konnte, kam ich in den Genuss. Ich muss auch sagen, dafür, dass ich seit dem letzten Sommer nur ein Mal in einer eiskalten Halle im Skiurlaub gespielt hatte, hab ich den Ball erstaunlich gut getroffen.

Wenn der Ordnungshüter davon erfährt, wird der wieder rummosern, dass ich nicht mit ihm spiele, dann aber mit großem Elan mit meinem Dad. Allerdings haben wir in London keine vernünftige Halle und ich bin nicht Britisch genug, um mich bei unter 18 Grad Celsius im Freien auf den Tennisplatz zu stellen! Aber nun wird es ja hoffentlich wärmer und dann können wir auch in London mal wieder Tennisspielen.

Danach nur noch die bereits abgefütterte Kuschelmaus ins Bett gesteckt, mit der Schnatterente noch ein paar Seiten gelesen (das ist tatsächlich mittlerweile so ein festes Ritual, dass sie das nur seltenst und bei extremer Müdigkeit mal ausfallen lässt) und dann auch sie ins Bett verfrachtet. Feierabend! Ab aufs Sofa! Und früh ins Bettchen. Trotz Arbeiten müssen ist ja Osterurlaub und da muss man sich auch etwas erholen!!!

Eure Uta x

Augengrippe – oder auch schwerster Alkohol- und Drogenkonsum?

augengrippe in der schwangerschaft

Das Foto meiner Augen ist schon ein paar Jahre alt, aber ich wollte dennoch diese Geschichte mit der Augengrippe in der Schwangerschaft festhalten. Möglicherweise ist die Geschichte für nicht Familien-Angehörige etwas unspektakulär. Ich aber weiß, dass meine Schwester und ich ein Leben lang über diese Geschichte lachen werden, weshalb ich sie unbedingt festhalten muss!!!

Ich war so im 4. Monat schwanger mit Kind Nummer 2 und wir waren gerade auf Heimaturlaub in Berlin, lebten zu der Zeit aber noch in Hong Kong. Weiterlesen »

Heimflug nach Berlin

Heathrow Playground

Endlich! Nach 5,5 Monaten waren wir endlich mal wieder auf Heimatbesuch in Berlin! Dadurch, dass wir mittlerweile an die Schulferien gebunden sind und nicht mal einfach z.B. ein verlängertes Wochenende nach Hause fliegen können, hat es sich vorher nicht ergeben, mal nach Berlin zu fliegen. Weiterlesen »

Wie klärt man Kinder auf?

"Mama-Frosch und Kind-Frosch"

Am verlängerten Wochenende waren wir in Berlin und haben die Taufe meiner Nichte gefeiert. Es war zwar nur ein Kurztripp, aber dadurch, dass wir bei der Taufe die ganze Familie versammelt gesehen haben, hat sich der Besuch definitiv gelohnt! Weiterlesen »

Herbstferien in Berlin

IMG_1982

Wir sind seit diesem Schuljahr was Urlaube angeht auf die Schulferien angewiesen, weil die Schnatterente mit ihren gerade mal 5 Jahren ja nun ein „Schulkind“ ist, mit Ganztagsschule, Schuluniform und allem drum und dran. Das nennt sich in England „Reception Class“ und ähnelt der deutschen Vorschule – wobei ich mich nicht mehr so genau an meine Vorschule erinnern kann. Allerdings meine ich, dass ich so richtig Lesen und Schreiben wirklich erst in der ersten Klasse gelernt habe. Da sind die Engländer deutlich früher dran und so habe ich am Elternabend zu hören bekommen, dass ich Lesen, Schreiben und Rechnen üben muss! Weiterlesen »

Bedenken beim Auswandern

Eine Deutsche hat die Gruppenmitglieder in einer Facebook Gruppe für auswanderungswillige Deutsche nach deren Gedanken sowie Ängsten und Zweifeln vor dem Auswandern gefragt. Sie sei im Netz nicht so richtig fündig geworden, auch nicht auf einem der zahlreichen Auswandererblogs.

Ich finde diese Frage sehr interessant, vor allem, welche Gedanken und Ängste jene Auswanderer haben, die wirklich viel aufs Spiel setzen: Die in Deutschland alle Zelte abbrechen und ihr ganzes Erspartes in ein neues Leben woanders investieren. Ohne ein Job in Aussicht zu haben, vielleicht nur mit einer (interessanten) Idee, wie sich der Lebensunterhalt verdienen lässt  Weiterlesen »

Zu Besuch bei der Familie in Berlin

IMG_3226

 

Wir haben es ohne Probleme nach Berlin geschafft und dieses Mal kam sogar unser Koffer auf Anhieb an! Es war ja auch unwahrscheinlich, dass am Tag nach dem Flugzeugunglück von 4U9525 wieder irgend etwas mit einer Germanwings Maschine passiert. Trotzdem bin ich mit einem mulmigen Gefühl in das Flugzeug des selben Typs eingestiegen und war froh, dass die todmüde Kuschelmaus meine Aufmerksamkeit zu 150% beansprucht hat, so dass ich gar keine Zeit hatte, mir irgendwelche Sorgen zu machen…

Weiterlesen »

Happy New Year!

IMG_1407

Ein schönes Jahr geht zu Ende – unser erstes Jahr in London! Nach 2 Jahren in Hong Kong ist London unsere zweite „Auslandsstation“, (wobei ich mir als Berlinerin im Ruhrgebiet lebend teilweise auch als „Ausländerin“ vorkam; aber nicht im negativen Sinne – diese offenherzige Art der Ruhrpöttler ist ohne Gleichen und hat mich oft innerlich zum Schmunzeln gebracht :-)). Weiterlesen »

Rubinhochzeit

Rubinhochzeit

IMG_1247Meine Eltern haben am Wochenende ihren 40. Hochzeitstag gefeiert! Ich kann nur sagen: Hut ab! Sie haben es geschafft, 6 Kinder so großzuziehen, dass wir alle das Abitur geschafft haben (die letzten 3 sogar mit Auszeichnung: Aber ich bin mir sicher, dass bei unserem Gymnasium entweder die Anforderungen nachgelassen haben, oder der Geschwisterbonus bei der Notenfindung mit reinspielte ;-)).

Weiterlesen »

„Heimweh“

 

Großes Bild bearbeitet

Um das kurz vorweg zu nehmen: Der Titel dieses Beitrags betrifft eigentlich nicht mich. Ich bin zwar unheimlich gerne in Berlin bei meiner Familie, aber ich bin vielleicht doch schon zu lange weg aus Berlin und auch schon zu „erwachsen“ um so richtig Heimweh zu haben. Telefonieren und Skypen ist für mich über längere Zeit in Ordnung. Nichts desto trotz wünsche ich mich in einigen Situationen nach Berlin, vor allem, wenn die Mädels eine schlechte Phase haben und meine Nerven etwas blank liegen. Dann wäre es manchmal wirklich schön wenn man die Streßköppe mal für zwei Stunden bei der Oma oder einer der zahlreichen Tanten parken könnte. Zum Glück sind diese Phasen/Tage allerdings eher selten und noch seltener treten diese Tage bei beiden gleichzeitig auf… Weiterlesen »