Den Kindern nicht gerecht werden

  1. Kindern nicht gerecht werdenSarah von Mamaskind ruft in ihrer Blogparade dazu auf, sich einmal mit dem Thema , wie und ob man den Kindern gerecht wird, auseinander zu setzen.

Das ist bei uns ein sehr aktuelles Thema, denn ich bin gerade nicht sehr gut darin, weil ich die Prioritäten gerade anders setze. Wir haben zwei Töchter, derzeit fast 4 und 6,5 Jahre alt und leben in London. Der Ordnungshüter ist “schwer” berufstätig, unter der Woche praktisch nicht präsent und schläft am Wochenende gerne mal bis zum letzten Drücker. Ansonsten ist das Wochenende die Zeit, die wir als Familie haben. Fast zwei Jahre lang habe ich vier Tage die Woche gearbeitet, was durch einen Arbeitsweg von 60 Minuten one-way relativ lange Arbeitstage bedeutete. Das war aber für uns alle soweit gut, vor allem, als wir ein super Au Pair hatten.

Unser stabiles System ist ein wenig mit der Au Pair Suche für das Schuljahr 2016/2017 ins Wackeln geraten. Das eigentliche Au Pair, das wir bereits im Mai 2016 gefunden und auch zum Kennenlernen nach London eingeladen hatten, ist drei Tage nach Arbeitsantritt wegen Überforderung abgereist! Das kurzfristig aufgetriebene Ersatz-Au Pair kam nie hier an und die nächsten Wochen hielten wir uns mit unserem alten Au Pair und der Cousine einer Freundin über Wasser, die netterweise zu Hause alles stehen und liegen ließen, um uns auszuhelfen.

Wo so schnell ein neues Au Pair herbekommen?

Die verzweifelte Suche nach einem neuen Au Pair ließ mich sämtliche “Vorsichtsmaßnahmen” bei der Au Pair Suche über Bord werfen. Und auch wenn mich die Kommunikationsprobleme mit der neuen Kandidatin schon von Beginn verwundert haben, habe ich dieses neue Au Pair eingestellt.

Leider hatte es mit dem Au Pair, das persönliche Probleme hatte, worüber wir auch offen sprechen konnten, nicht gut geklappt: Die Kids, die normalerweise nach 3 Minuten bei jungen Mädels auf dem Schoss sitzen und super aufgeregt nicht mehr aufhören zu schnattern, haben auch nach Wochen keine vertraute Bindung zu dem Au Pair aufgebaut (vermutlich weil diese einfach kopfmäßig zu sehr mit sich beschäftigt war). Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, dass meine Kids keine enge Beziehung zu dem Au Pair hatten. Sie hatte sich durchaus Mühe gegeben, nur waren die Probleme, die sie mit sich trug, einfach zu groß als dass es hätte klappen können. Das war sehr schade, denn wenn die Probleme nicht gewesen wären, wäre die gegenseitige Sympathie sicher auch größer gewesen.

Eine stabile Betreuungssituation für die Kinder muss her

Wir haben uns daher einvernehmlich vor Weihnachten von dem Au Pair getrennt und dieses wollte nach Hause zurück ziehen, um eine Therapie zu beginnen.

Bei meinem Arbeitgeber hatte ich schon vor Weihnachten angekündigt, dass ich nach vielem Kinderbetreuungs-Hin-und-Her im neuen Jahr auf drei Tage reduzieren muss, weil wir keine neues Au Pair mehr suchen werden. Nach dem ganzen Au Pair Chaos seit September hatte ich keine Lust und Nerven mehr, noch einmal nach einem neuen Au Pair zu suchen und wollte auch den Kindern eine stabile Kinderbetreuung bieten und nicht Gefahr laufen, wieder das falsche Au Pair einzustellen, um dann erneut auf die Au Pair Suche zu gehen.

Wir haben dann zum Glück schnell eine sehr nette Mama aus der Parallelklasse der Schnatterente gefunden, die die Kinder an zwei Tagen nach dem Kindergarten bzw. nach der Schule abgeholt und die Nachmittagsaktivitäten mit ihnen gemacht hat.

Am dritten Arbeitstag kümmerte sich eine deutsche Freundin um die Kuschelmaus und ich konnte ungestört von zu Hause arbeiten bis Schulschluss der Großen war. Das lief soweit alles sehr gut und wir haben uns alle wohl gefühlt mit dem Arrangement.

Die Schnatterente hing schulisch etwas hinterher

Ein weiterer Grund weshalb ich gerne einen Tag weniger arbeiten wollte war, dass die Schnatterente nach dem Schulwechsel im September auf der neuen Schule etwas hinterher hing. In allen Fächern war sie in der Gruppe der schwächsten Schüler und hatte auch keine Motivation, sich zu verbessern. Das Lesen war noch nicht da, wo es sollte und die Handschrift die reinste Katastrophe. Letzteres meiner Meinung aber auch deshalb, weil sie mit den Kindern in England keinerlei Schreib-Vorübungen machen. Sie geben den Kindern Schreibpapier mit einer einzigen Linie und sagen, jetzt kopiert hier mal das was ihr seht. Ein paar Reime haben sie, wie zum Beispiel für den Buchstaben “h” “Down the head, to his hooves and over his back” wobei das “h” dann wie ein Pferd abgebildet ist. Aber da die Eigenmotivation der Schnatterente sich bei so etwas noch sehr in Grenzen kält, gibt sie sich nicht sonderlich viel Mühe, dass jeder Buchstabe gleich groß ist un auf die Linie und nicht im Himmel oder im Keller steht. Ich halte mein Kind absolut nicht für eine Überfliegerin, aber ich denke schon, dass sie das Zeug dazu hat, Durchschnittlich zu sein und deshalb haben wir auch zusammen zu Hause geübt.

Insgesamt sind die Ansprüche der Schule hier in England sehr hoch und sehr früh (in Deutschland wäre sie als Herbstkind ja erst jetzt im September eingeschult worden): Ich hätte nie gedacht, dass ich in der ersten Klasse – abgesehen davon, dass wir sie auf ein Mittelmaß bringen wollten – bereits so viel mit der Schnatterente zu Hause machen muss. Neben den 3 Lesebüchern pro Woche gibt es eine Mathe-App, wo 2×10 Aufgaben gelöst werden müssen (wobei das sogar recht viel Spaß macht), dann haben sie High Frequency Words, die einmal die Woche im Spelling Test überprüft werden. Zusätzlich gibt es seit Weihnachten eine wöchentliche schriftliche Englischhausaufgabe.

Zwangsweise bekommt also die Große für die Hausaufgaben viel 1:1-Zeit, wo sich die Kleine dann oft abgestellt fühlt und recht leicht bockt. Das wird dann schon schnell anstrengend, denn so komme ich mit der Großen ja auch nicht voran. Zum Glück hat die Kleine selbst irgendwann angefangen, unsere Aufmerksamkeit dadurch auf sich zu lenken, dass sie selbst Buchstaben üben oder irgendetwas anderes “schreiben” musste. So sitzen wir jetzt oft zu dritt da und machen ”Homeworks”.

Soweit sind wir schulisch wieder auf Kurs – und beruflich?

Mit meiner Stundenreduzierung blieb mit noch weniger Zeit, in meinem Job spannende Dinge zu machen, weil die Abmachung, Stunden reduzieren zu dürfen, irgendwie automatisch mit dem Versprechen einherging, dass ich trotzdem noch das bisherige abliefere.

Das war dann irgendwann sehr unbefriedigend und auch langweilig, weil ich keine Zeit für spannendere Dinge hatte.

So habe ich irgendwann angefangen, mich nach neuen Jobs umzuschauen. Nach den Erfahrungen der letzten Au Pair Monate reifte außerdem der Wunsch in mir, dieses selbst-erlebte und auch von anderen berichteten Au Pair Chaos irgendwie zu verbessern. Ich dachte daher darüber nach, eine Webseite zu machen, auf der für beide Seiten – Au Pair und Gastfamilie – wichtige Informationen zusammengetragen werden mit dem Ziel, dass die gegenseitigen Erwartungen nicht so stark aneinander vorbeigehen können, wie das gerne mal der Fall ist. Das ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum einige Au Pair Arrangements nicht klappen.

An der Bewerbungsfront hatte ich recht bald mit einem sehr interessanten Start-up Kontakt gehabt und – obwohl sich der Bewerbungsprozess ewig hinzog – irgendwann meinen alten Job gekündigt. Wenns nicht die Firma werden würde, würde sich etwas anderes spannendes finden und in der Zwischenzeit wollte ich an meiner Au Pair Idee arbeiten. Was auch immer am Ende bei der Au Pair Webseite rauskommt, werde ich wieder einiges gelernt haben. Unter anderem auch erstmals wirklich auf Englisch zu schreiben. Das finde ich zum Beispiel gerade noch sehr mühsam.

Sechs Wochen “arbeitslos” und doch busy wie selten

Nach der Kündigung habe ich gleich mit meiner Au Pair Idee losgelegt und war in der Zeit zwar viel zu Hause (obwohl ich oft aus der lokalen Bibliothek oder einem Café mit WLAN gearbeitet habe). Aber da eigentlich dauerhaft der Laptop auf meinem Schoss stand, war ich eigentlich auch nicht wirklich für die Kids da. Dass ich trotz anwesenden Kindern recht konzentriert arbeiten kann, geht aber auch nur deshalb, weil sich meine Kinder super selbst beschäftigen können. Ok, zugegebenermaßen “erkaufe” ich mir zwar die Freiheit, zu arbeiten während sie spielen. Allerdings enden diese unbeaufsichtigten Spiele oft in einem ziemlichen Chaos, so dass ich hinterher die Hälfte meiner genutzten Arbeitszeit vermutlich noch einmal mit Aufräumen beschäftigt bin 😉

In den Wochen, in denen ich ohne Job war, war ich wirklich extrem busy, weil ich die Webseite ja erst mal zum Laufen bringen musste. Also WordPress aufsetzen, Theme aussuchen und vor allem erstmal damit klarkommen. Und nebenbei schon mal anfangen, Content zu schreiben. Das hat mich echt sehr viel Zeit gekostet, die mir mit den Kindern gefehlt hat. Aber wenn man an seiner eigenen Idee arbeitet, ist es egal ob es 5:00 Uhr morgens ist oder 23:00 Uhr nachts: Es macht einfach Spaß und die Motivation, voran zu kommen, ist sehr groß.

Die Kids haben schon immer mal gestöhnt, und gefragt, wann ich endlich fertig bin. Aber ich sehe das eben so, dass ich auch persönliche Wünsche und Ziele haben darf und ich nicht mein ganzes Leben immer und ausschließlich zu 100% auf die Kinder ausrichten kann!

Im Moment kommen die Kids wirklich etwas zu kurz, auch weil ich jetzt ein Freelance Projekt angefangen habe und wieder vier Tage arbeite. Nebenbei versuche ich auch die Hostmum Seite weiter voranzubringen, für die ich derzeit große Unterstützung durch eine Praktikantin habe. Sonst würde da nicht sehr viel neues gepublisht werden. Und dann ist da ja auch noch der BerlOndonMama Blog, der gerade ganz hinten ansteht. Leider!

Ich kann definitiv sagen, dass ich derzeit schon eher eine Ego-Tour fahre, viel arbeite und zum Beispiel auch nicht auf meinen Sport 2-3 Mal die Woche verzichten möchte. Dadurch haben wir insgesamt weniger gemeinsame Familienzeit. Aber mal ganz ehrlich: Werden sich die Kinder später daran erinnern, dass Mama mal 3-4 Monate lang wenig Zeit für sie hatte? Vor allem solange der Papa das ausnahmsweise mal etwas abfedert? Ich kenne die Antwort nicht, aber ich bin bereit, das zu riskieren.

Es ist keine dauerhafte Arbeitssituation und nachdem ich solange komplett für die Kinder da war und immer zurück gesteckt habe, will ich nun auch mal wieder an mich denken. Und wenn die Mama happy ist, haben am Ende ja auch automatisch alle was davon…

Eure Uta x

WMDEDGT – Osterurlaub in Berlin

Altes Spiel 3D-Vier-gewinnt Trubbel

Am 5. des Monats April fragt Frau Brüllen wie immer: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und ich berichte gerne von unseren ersten Tag vom Osterurlaub in Berlin. Gestern sind wir ohne Probleme und sogar einmal pünktlich in Berlin gelandet. Die Fahrt nach Heathrow war sehr interessant, weil der Fahrer Pakistani war, aber lange mit seiner Familie in Frankfurt gelebt hat und gut deutsch konnte. Sein ältestes Kind ist damals beim Umzug nach London nach der Hälfte der deutschen vierten Klasse direkt in die britische 6. Klasse gekommen! Ohne Englisch zu können! Es hatte wohl etwas Anlaufschwierigkeiten gehabt, aber dennoch all den verpassten Stoff irgendwann aufgeholt. Respekt!

Wir drei Mädels hatten uns extrem auf den Osterurlaub in Berlin gefreut! Die letzten Wochen und Monate waren irgendwie anstrengend und wir sind alle urlaubsreif! Ein Grund, dass ich mehr Stress hatte als sonst, ist die Tatsache, dass ich einiges an Bewerbungsgesprächen neben dem regulären Job auf dem Wochenplan hatte. Ich habe nämlich meinen Job gekündigt, weil ich nach 2 Jahren als Content Manager einfach nicht mehr viel Neues dazu lernen konnte und mir schlichtweg langweilig war. Intern gab es auch nicht viel was mich interessiert hätte bzw. das ich part-time hätte machen können und so habe ich mich hier und da beworben. Für den interessantesten Job wurde mein Lebenslauf allerdings von einer Recruiterin gefunden und der Bewerbungsprozess war – man kann es nicht anders sagen – chaotisch und langwierig! Mehr kann ich dazu gerade nicht sagen. Außer, dass ich nicht direkt einen Anschluß-Job habe und stattdessen an meinen eigenen Ideen tüftel, die ich an der Stelle auch noch nicht bekanntgeben möchte 😀

Zurück zum heutigen Tagesgeschehen: Der Tag fing sehr früh an:

„Es sind Osterferien! Und es ist mitten in der Nacht!“

Die Schnatterente stand um 4:00 Uhr morgens (man bedenke, das ist zu londoner Zeit 3:00 Uhr!) an meinem Bett und hat mich gefragt, ob sie nun zu meiner Mutter zum Kuscheln runtergehen darf. Auf mein verpenntes, aber doch scheinbar strenges: „Es ist mitten in der Nacht und deine Oma schläft noch! Geh wieder schlafen!“ hat sie sich glücklicherweise wieder ins Bett gelegt. Zu einer halbwegs verträglichen Zeit kam dann die Kuschelmaus samt Kopfkissen zu mir ins Bett (der Ordnungshüter muss die Woche noch in London bleiben). Das macht sie derzeit leider fast jede Nacht und ich kann in der Regel nicht gut schlafen, wenn sie neben mir liegt. Erstaunlicherweise sind wir doch beide noch einmal eingeschlafen bis die Schnatterente dann um kurz vor sieben kam und sie dann beide zu meiner Mutter runtergewackelt sind.

Mal endlich KEIN Stress beim Anziehen

Seit einiger Zeit haben wir morgens mal wieder Kleinkrieg: Meistens ist irgendwas mit den Anziehsachen! Zum Beispiel war dank gestiegener Außentemperaturen mal unsere Badheizung nicht an und die Schnatterente hat einen Anfall bekommen, dass ihre Klamotten nicht „vorgeheizt“ waren. Die hingen nämlich den ganzen Winter immer auf der Heizung und waren morgens mollig warm). Oder die Kuschelmaus bekommt einen Ausraster, weil ihr Lieblingspulli, den sie gestern noch eingesaut hatte, nicht wieder hübsch ordentlich gewaschen und anziehbereit im Schrank liegt!

Jedenfalls hat das Anziehen heute Morgen ohne Probleme geklappt und noch bevor ich aus der Dusche kam, hatten sie bereits mit meiner Mutter etwas gefrühstückt. Frühstücken hilft meistens bei morgendlichem Terror, weil ich denke, dass ein Teil der schlechten Laune von Unterzuckerung kommt.

Homeoffice mit spielenden Kindern um mich herum

Ich muss trotz meiner Kündigung noch bis zum Vertragsende in 2 Wochen arbeiten. So auch heute. Weil es unserem alten Au Pair, das nun in Berlin wohnt und die mir heute die Kinder abnehmen wollte, gestern nicht gut ging, haben wir das hier alleine gewuppt. Ist auch nicht weiter schwer, weil die 1.000.000 Spielsachen, die meine Mutter alle noch von uns aufgehoben hat, meine Kinder für Jahre beschäftigen könnten. Ich war ja wirklich erstaunt, dass das uralte 3D Vier-gewinnt („Trubbel“ wer erinnert sich noch?) noch funktioniert!! Hätten wir unsere Spielsachen damals pfleglicher behandelt, könnte man sicher einige Spielsachen heute gut verkaufen 😉

Irgendwann im Laufe des Vormittags sind die Kids dann zu meiner Schwester rübergedackelt, haben da Mittaggegessen und meine Schwester mit sehr mehrkwürdigen Geschichten entertaint. Was die manchmal für einen Blödsinn in der Schule aufschnappen… Tstststs.

Mittagessen im kleinen, aber doch auch großen Familienkreis

Meine Eltern haben sich angewöhnt, sehr spät Mittag zu essen. So kommen mein Bruder, der sich fast jeden Tag zum Essen einfindet, und mein Vater selten vor 15:00 Uhr aus dem Büro zum Mittag. Ich hatte mir da längst schon was zu Essen gemacht, aber war dann auch noch mal mit dabei. Genauso wie meine Schwägerin und Nichte und später auch einer der Neffen. Zusammen mit meinen Eltern, Bruder und uns ist das schon ein munterer Haufen, obwohl das für die hier Ansässigen eine kleine Runde ist. An manchen Sonntagen finden sich fast alle zum Mittagessen ein und das ist bei meinen 5 in Berlin lebenden Geschwistern, deren 3 Partnern und 4 Kindern dann schon mal eine andere Hausnummer 😉

Osterurlaub enthält das Wort „Urlaub“

Am Nachmittag fragte die Schnatterente irgendwann, ob wir nicht mit der bald vierjährigen Kuschelmaus noch ein bisschen Buchstaben üben müssten! Mhhh – in der Tat: Ich habe die sogenannten Flash Cards mitgenommen. Die Kuschelmaus wird nämlich im September eingeschult und dann geht es los mit Lesen und Schreiben. Ich finde es dermaßen zu früh, weil sie dann gerade mal 4 geworden ist. Aber die Alternative, sie ein weiteres Jahr im Schulkindergarten zu lassen, ist auch nicht das wahre, weil sie sicher extrem gelangweilt wäre und sich dann auch vermutlich nicht mehr so gut wie derzeit benehmen würde. Außerdem hat sie eine sehr süße Mädchen Clique und auch gute Jungsfreunde und das würde sie sehr deprimieren, wenn alle in die Reception Class kommen, nur sie nicht.

Trotz der Tatsache, dass wir auch laut der Lehrerin bis zum Schulanfang versuchen sollen, dass sie zumindest die Buchstaben und Zahlen bis 10 erkennen können soll, werden wir das Ganze sehr spielerisch machen und ohne Druck, wenn sie nicht möchte, dann eben nicht! Es ist schon verrückt, wie viel man in England außerhalb der Schule mit den Kindern machen muss, damit sie das Tempo halten! Ich denke, es gibt schon in den jüngeren Klassen nur vereinzelt Kinder, die alles alleine hinbekommen. Echt krass!

Spielenachmittag mit den Cousinen und Cousins

Am Nachmittag waren die Cousinen und Cousins da. Mein Bruder und meine Schwester wohnen ja direkt neben meinen Eltern und so geht es hier immer munter hin und her, rein und raus, hoch und runter. Neben Trubbel hat der große Cousin der Schnatterente versucht, Schach beizubringen. Das war sehr lustig, denn die Schnatterente hatte mich kürzlich angebettelt, sie für den Chess-Lunch-Club ihrer Schule anzumelden und trotz meiner Warnung, dass das ein Konzentrationsspiel ist, wollte sie da unbedingt hin. Nach der Lehrstunde heute Nachmittag bin ich mir sicher, dass das nicht der richtige Lunch-Club für sie ist 😉

http://www.berlondon-mama.de/wp-content/uploads/2017/04/Cousine spielt Twister Move

Selbst die einjährige Cousine war mit vollem Eifer mit beim Twister Move spielen mit dabei! Ich kannte die Twister Version gar nicht (muss wohl einer meiner jüngeren Schwestern gehören). Das Spiel ist ab 8 und ich muss sagen, ich verstehe auch warum! Per CD werden einem in rasender Geschwindigkeit die Bewegungen vorgegeben. Das hab ich auch nicht hinbekommen 😀

Endlich mal wieder Tennisspielen

Um 17:30 Uhr habe ich dann die Mädels zur Schwägerin rübergegeben, um mit meinem Vater Tennis zu spielen. Der hat Mittwochs immer eine feste Hallenbuchung im Winter und da keine der anderen Schwestern heute konnte, kam ich in den Genuss. Ich muss auch sagen, dafür, dass ich seit dem letzten Sommer nur ein Mal in einer eiskalten Halle im Skiurlaub gespielt hatte, hab ich den Ball erstaunlich gut getroffen.

Wenn der Ordnungshüter davon erfährt, wird der wieder rummosern, dass ich nicht mit ihm spiele, dann aber mit großem Elan mit meinem Dad. Allerdings haben wir in London keine vernünftige Halle und ich bin nicht Britisch genug, um mich bei unter 18 Grad Celsius im Freien auf den Tennisplatz zu stellen! Aber nun wird es ja hoffentlich wärmer und dann können wir auch in London mal wieder Tennisspielen.

Danach nur noch die bereits abgefütterte Kuschelmaus ins Bett gesteckt, mit der Schnatterente noch ein paar Seiten gelesen (das ist tatsächlich mittlerweile so ein festes Ritual, dass sie das nur seltenst und bei extremer Müdigkeit mal ausfallen lässt) und dann auch sie ins Bett verfrachtet. Feierabend! Ab aufs Sofa! Und früh ins Bettchen. Trotz Arbeiten müssen ist ja Osterurlaub und da muss man sich auch etwas erholen!!!

Eure Uta x

Sich auf die Familie verlassen

Sich auf die Familie verlassen

Bei uns ging es in letzter Zeit wirklich drunter und drüber – aber glücklicherweise steht wie selbstverständlich fest: Trotz der Entfernung zwischen Berlin und London kann ich mich immer auf die Familie verlassen! Wegen dem ganzen Trubel in letzter Zeit, zum Beispiel mit der Kündigung des im Frühsommer gefundenen AuPairs drei Tage nachdem sie bei uns angefangen hatte, oder der weiteren AuPair-Suche, die ich auch schon längst verbloggen wollte, komme ich gefühlt zu nichts. Den Alltag mit Arbeit, Kindern und deren Social Life – zumindest unter der Woche – bekomme ich überwiegend noch hin. Am Wochenende wird es dann schon schwierig: Weiterlesen »

Au Pair Erfahrung in London

Unser aktuelles Au Pair ist mittlerweile 8 Monate bei uns und wird uns leider in 4 Monaten zum Studieren verlassen. Wir können ihre Idee, in Berlin zu studieren, sehr unterstützen, denn so würden wir uns auf jeden Fall immer mal wieder sehen können. Für sie ist es eine tolle Au Pair Erfahrung in London und auch wir sind sehr froh, dass wir nach der durchwachsenen Erfahrung mit Au Pair #1 einen zweiten Versuch gestartet haben, der wirklich super funktioniert.

Ich habe nun angefangen, nach einem neuen Au Pair zu suchen, weshalb ich unser aktuelles Au Pair um einen Erfahrungsbericht gebeten habe. Da sie selbst liebend gerne schreibt, zum Beispiel auch auf ihrem Blog littlemissfranny, hat sie das auch ganz schnell erledigt. Hier ihr Erfahrungsbericht 🙂
Au Pair Franzi

Große Schwester für 12 Monate

Ich kann gar nicht glauben, dass das Jahr bei Uta und ihrer Familie schon fast wieder vorbei ist. Da ich im Oktober mit meinem Studium anfange, muss ich London leider verlassen. Uta hat mich darum gebeten einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben. Weiterlesen »

Zu Besuch bei der Familie in Berlin

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Wir haben es ohne Probleme nach Berlin geschafft und dieses Mal kam sogar unser Koffer auf Anhieb an! Es war ja auch unwahrscheinlich, dass am Tag nach dem Flugzeugunglück von 4U9525 wieder irgend etwas mit einer Germanwings Maschine passiert. Trotzdem bin ich mit einem mulmigen Gefühl in das Flugzeug des selben Typs eingestiegen und war froh, dass die todmüde Kuschelmaus meine Aufmerksamkeit zu 150% beansprucht hat, so dass ich gar keine Zeit hatte, mir irgendwelche Sorgen zu machen…

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Deutsche vs. Engländerin

Ländervergleich Identität

Auf Twitter habe ich mich kürzlich mit einer netten Mama unterhalten, die mit ihrer Familie in Spanien lebt und arbeitet und die es nur noch ein Mal im Jahr schafft, nach Hause (Deutschland) zu fahren. Das bedauert sie sehr!

Ich kann das sehr gut verstehen, denn mir würde ein Mal im Jahr nach Hause fahren auch nicht reichen! Ich habe schon jetzt das Gefühl, dass ich soviel in Berlin verpasse, wenn wir wochenlang in London sind! Dadurch, dass ich 5 Geschwister habe, von denen zur Zeit 4 in Berlin wohnen, trifft sich die Familie natürlich ständig zu unzähligen Anlässen: Hier ein Geburtstag, da mal Brunchen gehen – geschweige denn die täglichen Mittagessen bei meinen Eltern, wo sich fast immer einer von meinen „Gesch-marotz-wistern“ einfindet. (@ Geschwister: Das ist ein Scherz! Wisst ihr ja eh! Aber witzige Worterfindung, oder? ;-)) Weiterlesen »

Holiday-Blues

IMG_1378Wir sind wieder zurück in London und vermissen Berlin ganz schrecklich!!!

Neben der großen Familie, die wir vermissen, fehlt uns einfach der ganze Trubel zu Hause sowie der Streichelzoo meiner Eltern! Hier gibt es keine Katze, die sich zum Kuscheln in unser Bett verkriecht, keine Hunde, die bettelnd nebIMG-20150108-WA0001en dem Hochstuhl stehen und die man (die Kuschelmaus) füttern kann, wenn nicht sowieso aus versehen Essen runterfällt. Das ist ein sehr praktischer Punkt: Das Aufräumen nach Mahlzeiten im Hochstuhl und um ihn herum entfällt bei Anwesenheit von verfressenen Hunden komplett!

 

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Happy New Year!

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Ein schönes Jahr geht zu Ende – unser erstes Jahr in London! Nach 2 Jahren in Hong Kong ist London unsere zweite „Auslandsstation“, (wobei ich mir als Berlinerin im Ruhrgebiet lebend teilweise auch als „Ausländerin“ vorkam; aber nicht im negativen Sinne – diese offenherzige Art der Ruhrpöttler ist ohne Gleichen und hat mich oft innerlich zum Schmunzeln gebracht :-)). Weiterlesen »

Rubinhochzeit

IMG_1247Meine Eltern haben am Wochenende ihren 40. Hochzeitstag gefeiert! Ich kann nur sagen: Hut ab! Sie haben es geschafft, 6 Kinder so großzuziehen, dass wir alle das Abitur geschafft haben (die letzten 3 sogar mit Auszeichnung: Aber ich bin mir sicher, dass bei unserem Gymnasium entweder die Anforderungen nachgelassen haben, oder der Geschwisterbonus bei der Notenfindung mit reinspielte ;-)).

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Laternenumzug in Hong Kong

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Hier nun der Bericht über einen sehr außergewöhnlichen St. Martins Laternenumzug, den wir in Hong Kong erlebt haben.

Die deutschsprachige Evangelische und Katholische Kirche von Hong Kong haben zusammen den St. Martins Laternenumzug geplant. Alleine schon die Anreise war ein Highlight für die Kinder: Es wurden 3 Boote angemietet, um die teilnehmenden Familien zum Trappisten Kloster auf Lantau zu schippern. Weiterlesen »

Thailand – Koh Phi Phi

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Es gibt nichts besseres, als sich an einem total verregneten londoner Sonntag Fotos von einem genialen Urlaub in Thailand anzusehen!

Der Urlaub auf Koh Phi Phi war unser erster Strand-Urlaub, den wir aus Hong Kong gemacht haben, und eigentlich auch der schönste! Wir konnten uns das erste Weihnachten zu dritt in Hong Kong irgendwie nicht vorstellen, und sind deshalb nach Phuket geflogen und von dort mit der Fähre weiter nach Koh Phi Phi. Schon die Fahrt mit der Fähre führte uns an atemberaubender Natur vorbei. Neben den senkrechten monströsen Steilhängen, in welche durch die Gezeiten abenteuerliche Höhlen hineingefressen werden, kamen wir auch an dem Strand vorbei, der als Filmkulisse für den Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio gedient hat (und heute eine Touristenattraktion darstellt). Weiterlesen »

„Heimweh“

 

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Um das kurz vorweg zu nehmen: Der Titel dieses Beitrags betrifft eigentlich nicht mich. Ich bin zwar unheimlich gerne in Berlin bei meiner Familie, aber ich bin vielleicht doch schon zu lange weg aus Berlin und auch schon zu „erwachsen“ um so richtig Heimweh zu haben. Telefonieren und Skypen ist für mich über längere Zeit in Ordnung. Nichts desto trotz wünsche ich mich in einigen Situationen nach Berlin, vor allem, wenn die Mädels eine schlechte Phase haben und meine Nerven etwas blank liegen. Dann wäre es manchmal wirklich schön wenn man die Streßköppe mal für zwei Stunden bei der Oma oder einer der zahlreichen Tanten parken könnte. Zum Glück sind diese Phasen/Tage allerdings eher selten und noch seltener treten diese Tage bei beiden gleichzeitig auf… Weiterlesen »