Unorganised Working Mum

Geburtstagsherz

 

Die Schnatterente hat übermorgen Geburtstag und ich habe fast noch nichts (gefühlt „gar nichts“) vorbereitet. Die Geschenke habe ich erst letzte Woche bei Amazon bestellt: Natürlich kommt promt die Frozen (Disneys Eiskönigin) „Anna“-Krone nicht mehr rechtzeitig und ich bete, dass wenigstens dass „Anna“-Dress morgen kommt! Plan B wäre, am Geburtstag noch schnell das normale Anna-Dress im Spielzeugladen zu kaufen. Allerdings kann sie es dann 1.) nicht morgens mit den anderen Geschenken aufmachen und 2.) ist es dann nicht das „Coronation-Dress“, dass Anna bei der Krönung von Elsa trägt.

Geht das nur mir so mit Kindergeburtstagen?

Ich habe ja schon mal von den etwas übertriebenen Geburtstagsfeiern in UK geschrieben. Weil wir am Samstag nach Berlin fliegen (ich kann es SOWAS-VON-NICHT-ERWARTEN!!!) können wir also die Geburtstagsfeier nicht am Wochenende feiern. Vorfeiern finde ich auch ziemlich blöd, weshalb wir uns entschieden haben, direkt am Donnerstag zu feiern. Trotz langem Schultag davor!

Mal abgesehen davon, dass es ungünstig mit den Wochenenden war, wäre ich natürlich auch viel zu spät dran gewesen um für die typisch englische Geburtstagsparty eine passende Location zu buchen. Das hätte ich nämlich schon mindestens 2 Monate im Voraus machen müssen. Damit die Schnatterente mir nicht ein Leben lang vorhält, wie langweilig ihre 5. Geburtstagsparty zu Hause war, habe ich mich zumindest durchgerungen, eine Entertainerin zu bestellen. Und alleine die ist für ihre 2 Stunden Geburtstagsentertainment schon echt happig teuer! Wenigstens ist alles andere Home-made inklusive der Geburtstagseinladungskarten, die ich an einem Abend letzte Woche schnell mit Photoshop entworfen und ausgedruckt habe 🙂

Die nächsten 2 Tage noch überstehen und dann noch die Party wuppen

Heute Abend muss ich nun dringend mit der Entertainerin telefonieren. Das Programm, das sie macht ist relativ standardmäßig: Ballonfiguren zum Aufwärmen, ein bißchen Zaubern und ein paar Musikspiele. Un das natürlich bitte alles passend zur Frozen-Deko „Frozen-themed“. Allerdings muss ich sie darauf hinweisen, dass sie „Pass-the-parcel“ vorbereitet. Das spielt die Schnatterente sehr gerne, obwohl es irgendwie nicht so wirklich spannend ist: Es wird ein großes Geschenk rumgereicht und dabei läuft Musik. Sobald die Musik stoppt, darf das Kind, das gerade das Geschenk in der Hand hält, das Geschenk auspacken. Also das äußerste Geschenkpapier abmachen. Darin befindet sich eine kleine Süßigkeit, ein Luftballon etc., das das Kind behält. So geht es dann immer weiter. Das Geschenk sollte aus genau so viel Geschenken/Lagen wie Kindern bestehen, damit jedes Kind etwas bekommt. Das ist es auch schon mit dem „Pass-the-parcel“. Könnt ihr ja gerne mal bei eurem nächsten Kindergeburtstag ausprobieren. Wem es um das Geschenkpapier zu schade ist, nimmt alternativ Zeitungspapier – den Kindern ist das völlig wurscht.

Wie viele Kinder kommen eigentlich? Kein Plan!

Wir haben wegen des Prinzessinnen-Themas und weil wir zu Hause natürlich Platz-mäßig an Grenzen stoßen, die ganze Party zu einer reinen Mädchen-Party reduziert. Das war solange ok, bis ein neuer Freund der Schnatterente, die Schnatterente unter Druck gesetzt hat: Er will unbedingt zu ihrer Party kommen und setzt unlautere Mittel ein: Er lädt sie nicht zu seiner Party ein (hat er übrigens auch nicht) und will sie auch nicht mehr heiraten, wenn sie ihn nicht einlädt! Um mir den Knaben einmal anzuschauen, hatten wir ihn letzte Woche zum Spielen bei uns. Er ist ganz niedlich, allerdings merkt man ihm an, wo seine Sprüche herkommen: Er hat einen Bruder in der dritten Klasse, der übrigens an eben diesem Tag von ihm einen „Kick in his peanuts“ bekommen hat (fragt nicht: der große Bruder und dessen Freunde haben auf ihn eingeredet: „go – kiss your girlfriend!“. Ich weiß nicht, um welches Mädchen es ging, der kleine Bruder hat sich jedenfalls diesen Sticheleien mit einem schmerzhaften Tritt entledigt ;-))

Glücklicherweise hat dieser Junge selbst am gleichen Tag wie die Schnatterente Geburtstag, so dass ich sie überzeugen konnte, dass er an seinem Geburtstag ja nicht auf den Geburtstag eines anderen Kindes gehen kann. Puuuhhh – eingesehen – erledigt!

Bevor ich nun mit der Anna-Entertainerin spreche, muss ich mal durchzählen, wie viele Kinder zugesagt haben. Wir haben viele der Freundinnen aus der alten Nursery eingeladen und am Ende mehr als geplant aus der neuen Schule. Mit kleinen Geschwistern werden es sicher an die 20 Kinder. Oooops – das sage ich besser nicht dem Ordnungshüter (der bekommt die Krise!). Allerdings wird der Hauptteil – also die wilde Toberei – hoffentlich im noch frei-zu-räumenden Gartenhaus stattfinden (Merke: ein weiterer Punkt auf der to-do-Liste). Das ist sehr geräumig und ich hoffe sehr, dass der Platz für die Party ausreicht!

Ein paar organisatorische Hürden sind noch zu überwinden

Leider haben wir nicht genügend Sitzmöglichkeiten für alle Kinder. Also werde ich mich noch bei unseren Freunden umhören, wer uns alles ein kleines Tischchen mit Stühlen leihen kann (das habe ich NATÜRLICH noch nicht angefragt). Diese werde ich dann am Donnerstag abholen, wenn die Schnatterente in der Schule ist. Morgen kann ich sowas ja nicht erledigen, weil ich arbeiten muss und abends die „Elsa-Torte“ mit dem von der Schnatterente geliebten Fanta-Kuchen vorbereiten werde.

Ebenso werde ich Donnerstag zum Supermarkt fahren und das Essen für die Party einkaufen. Klassischerweise gibt es Sandwiches, Pizza, Gemüsesticks und Obst. Ich frage mich, ob so etwas deutsches wie Wiener Würstchen auch gut ankommen würden? Mal schauen, vielleicht probiere ich das mal aus.

Während der Party selbst gibt es auch noch ein paar Dinge, die etwas Planung bedürfen: Erst einmal müssen die Kinder aus zwei verschiedenen Richtungen eingesammelt werden: Unser AuPair wird die aktuellen Mitschülerinnen abholen und ich mache die Biege zur alten Schule. Wenn sie bei uns eingetroffen sind, haben wir eine sehr schwierige Aufgabe vor uns: Die Mädchen werden ihre Schuluniform ausziehen und ihr Party-Dress anziehen wollen. Das heißt: ca. 16 mal Schulgarderoben in blau oder grün und in sehr identischen Größe, die zwei Schulen angehören und damit seeehr leicht durcheinander gebracht werden können ausziehen und in die Schultaschen verräumen. Ich hoffe bloß, dass die Eltern die Schuluniform vernünftig mit Namen versehen haben und das ALLE ihre School-Shoes anbehalten!!!

Ein nächstes kleines Problemchen: Die Kinder kommen erfahrungsgemäß halb verhungert aus der Schule, aber die Schnatterente möchte, so wie es immer bei Geburtstagsparties ist, erst am Ende der Party Essen! Das kann je nachdem in einer kleinen Katastrophe enden, vor allem wenn auch andere Kinder solche Wutanfälle bekommen, wie die Schnatterente, wenn sie richtig Kohldampf hat!. Wieso können wir nicht einfach traditionell den Geburtstag mit Kuchen beginnen, wie man es in Deutschland machen würde, und dann spielen? Nein, das läuft hier nicht! Der Geburtstagskuchen ist das Highlight zum Ende des Geburtstags und in den meisten Fällen gibt es ein Stück vom Kuchen in jede „Partybag“ und dann gehen die Kids nach Hause…

Naja, es wird auf jeden Fall spannend, ob wir das alles so hinbekommen. Aber mal ehrlich: Ich war noch nie der Mensch, der 3 Tage vorher mit dem Lernen fertig war, den Koffer schon am Vorabend fertig gepackt hatte oder bei dem schon alles perfekt angeordnet auf dem Tisch stand, wenn die Gäste eintreffen. Das ist doch auch wirklich eher spießig – findet ihr nicht? 😉

In diesem Sinne mache ich mich jetzt mal ans Geschenke-Einpacken!

Eure Uta x

4 Gedanken zu „Unorganised Working Mum

  1. OMG, dann mal los- aber typisch Blogger-Mum: erst noch bloggen und dann loslegen 😉
    Hört sich alles sehr aufregend an! Wir sind seit 3 Wochen in den USA und ich bin schon gespannt auf die erste Einladung zur Geburtstagsparty hier… Zumindest überspringen wir den Teil mit den Schuluniformen, gibt’s an unseren Schulen nicht.
    Ich drück die Daumen,a ber Du machst das schon! Meist macht man sich ja vorher eh zuviele Gedanken… Viel Saß und feiert schön!
    LG, Yvette

    1. Das habe ich mir im Nachhinein auch gedacht 🙂

      Die eine schreibt sich stichpunktartig eine „To-Do“-List und ich schreibe ein bißchen auformulierter einen Blogpost mit den noch zu erledigenden Dingen. Jeder so wie es am besten funktioniert 😉

      Ich drücke Euch die Daumen, dass ihr Euch schnell eingewöhnt! Wie lange plant Ihr in den USA zu bleiben? Kennst du schon Jonnas Webseite, wo sich Expat-Mamas inklusive Expat-Mama-Blogger austauschen? http://www.expatmamas.de/

      Liebe Grüße,
      Uta

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