WMDEDGT – Kindergeburtstagsnachfeier

Selbstgemalte Christmascards zum Bestellen

Für Frau Brüllen beantworte ich gerne wieder die Frage: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“. Wir hatten nämlich heute einen besonderen Tag, weil wir die Kindergeburtstagnachfeier der Siebenjährigen hatten. Aber da die Party die Nachfeier mit den Kindern war, die am richtigen Geburtstag verreist waren, war es heute nur eine Feier mit 5 Gästen. Sehr angenehm und nicht viel Stress bei der Vorbereitung.

Sonntag ist unser Gym-Tag

Schon seit einigen Monaten gehen wir eigentlich jeden Sonntagmorgen zu viert ins Gym. Die haben dort nämlich Uta alias Berlondon Mama im Gymeine ganz nette Kinderbetreuung, die an den Wochenenden zumindest vormittags ein paar Stunden auf hat und nicht mal extra was kostet, so dass wir das immer gerne in Anspruch nehmen.

Den Kindern gefällt es dort auch gut, weil sie zwei verschiedene Räume mit vielen Spiel- und Bastelsachen haben und einen kleinen Außenbereich. Als ich neu in dem Gym war, war ich vor allem in irgendwelchen Kursen, die mir auch meistens gut gefallen haben, nur hatte ich hinterher oft das Gefühl, nicht genug ausgepowert zu sein. Beim Zumba war das ziemlich extrem – je nachem ob man den Tanz-Zumba-Lehrer hatte oder doch die Cardio-Dame, die einen dann gerne auch mal einen ganzen Song Kniebeugen in verschiedenen Varianten machen ließ. Bei ihr kam man definitiv gut ins Schwitzen 😉

Jedenfalls mache ich jetzt immer mein eigenes Programm mit etwas Aufwärmen, dann immer die gleichen Geräte für Rücken, Arme und Beine und dann Cardio: Laufen, Radfahren, Crosstrainer, Rudern oder eine Kombination davon. Wenn ich mir meine Oberschenkel auf dem Bild ansehe, muss ich gerade feststellen, dass sich das monatelange Fahrradfahren zur Arbeit irgendwie auch bemerkbar macht: Die Beine waren vor dem Sommer mal zarter 😉

Ab unter die Dusche und danach Geburtstagsparty vorbereiten

Nach 1,5 Stunden Schwitzen sind wir nach Hause gedüst um den Geburtstag vorzubereiten. Die Kindergeburtstage in London dauern immer 2 Stunden. Da gibt es auch selten Abweichungen. Ich fand das am Anfang sehr kurz und ungewöhnlich, dass das auf den Einladungskarten so fest terminiert ist. Mittlerweile bin ich aber auch froh, dass der Spuk – egal ob als Gastgeber oder Gast – nach zwei Stunden vorbei ist! Es sind einfach zu viele Geburtstage zu denen wir gehen.

Wir haben heute wie vor zwei Wochen den Schokobrunnen als Höhepunkt der Feier geplant und so wurde nach der Dusche losgelegt mit Tische und Stühle zurechtrücken, Luftballons aufblasen, Obst schnippeln, Marshmallows und Eiswaffeln /-becher aus- und auf den Tisch packen, Schokobrunnen aufbauen und verkabeln, Sandwiches schmieren (es gibt keinen Geburtstag ohne Sandwiches – als ich mal alles mögliche andere präsentiert hatte, fragte mich eine Freunden der Schnatterente ganz traurig, wo die Sandwiches sind ;-)), Gemüse schnippeln etc.

Zwischendurch mal schnell was zum Mittag essen und jede Menge zanken (natürlich die aufgeregten Mädels und nicht wir!) und schon war die Zeit bis zum Beginn der Party um.

Punkt 14:00 Uhr erscheinen die Gäste

Die Gäste trudelten pünktlich im Minutentakt ein. Lustigerweise hat eine Freundin das Arbeitsblatt der Französisch AG (hier heißt das „after-school-club“) gefunden und sie und die Schnatterente fingen an, der tatsächlich französischen Freundin einen französischen Halloweensong vorzusingen. Diese hat allerdings kein Wort verstanden (sie kannte aber angeblich das Lied auch nicht – oder aber die Mädels lagen sowohl bei Melodie als auch beim Text völlig daneben :-D)Schokobrunnen am Kindergeburtstag

Wir haben über eine halbe Stunde herrlich mit dem Schokobrunnen „rumgematscht“, wobei meine beiden – die ja nun schon „erfahrener“ waren als der Rest, es ziemlich übertrieben haben mit der Masse der Schokolade, die sie in ihre Kreationen einbauten! Hinterher haben wir erstmal eine Weile gebraucht, die sieben kleinen Schokomonster sauberzumachen.

Zum Glück hatte ich mich vorher noch mal dran erinnert die Mütter zu warnen, Flecken-erlaubende Kleidung anzuziehen und so hoffe ich, dass mir keiner die Flecken auf den T-Shirts übel nimmt.

Und die dreckigen Socken! Sie waren dann nämlich auch noch auf dem Trampolin, dass seit ein paar Wochen etwas vernachlässigt und dementsprechend auch nicht mehr „saubergehüpft“ wurde.

Nach ein bisschen Energieabbau auf dem Trampolin haben wir dann mit den Partyspielchen angefangen. Da gab es das ein oder andere Tränchen des Geburtstagskindes und auch einige Gäste waren mit der Farbe ihres „Etwas’es“ nicht zufrieden.

Von daher merke ich mir fürs nächste Jahr: Alle bekommen haargenau das selbe und in derselben Farbe: Basta.

Wir haben sogar Topfschlagen gespielt, was in UK nicht wirklich bekannt zu sein scheint. Und die Kids fanden das total spannend! Ich hätte zwar eigentlich gedacht, dass das für Siebenjährige schon eher zu den „öderen“ Geburtstagsspielen gehört, aber das sie es fast alle vorher noch nie gespielt haben, kam es überraschend gut an!

Um 16:00 Uhr war die Party vobei

Ich dachte schon, wir schaffen es nicht, in den 2 Stunden auch noch „Tea“ zu essen. Das ist diese „komische Mahlzeit“ bei den Engländern, die entweder wirklich so etwas wie Kaffee (oder Tee) und Kuchen (oder eben Sandwiches etc) ist, oder aber auch das Abendessen der Kinder, wenn diese früh essen. Ich denke, um 20:00 Uhr würde niemand seine Erwachsenen-Mahlzeit als „Tea“ bezeichnen, allerdings hat mir noch kein Engländer wirklich eine Regel erklären können, wann man Tea, Dinner oder sogar Lunch sagt. Es gibt nämlich auch welche, die zum Abendbrot „Lunch“ sagen…

Wir haben jedenfalls noch schnell Pizza, Würstchen, natürlich Sandwiches und Gemüse gereicht, wovon nicht besonders viel gegessen wurde. Die abgeschleckten Schokofinger und sonstiges Schokoladiges hat die Bäuchlein wohl vorher schon ganz ordentlich gefüllt.

Um 15:55 Uhr konnten wir noch schnell den Geburtstagskuchen präsentieren und der Schnatterente eine Ständchen singen. Das mit dem Geburtstagskuchen ist hier auch ein wenig anders, weil der immer zum Schluss kommt und die Kinder den Kuchen auch selten direkt essen, sondern mit nach Hause bekommen. So haben wir das heute auch gemacht.

Auf Drängen der Schnatterente habe ich dieses Mal jedem auch nur ein statt zwei Stück Kuchen mitgegeben, weil vor zwei Wochen insgesamt nur 2 Stück übrig geblieben waren. Nun war es dann aber so viel, dass wir direkt ein großes Stück zu unseren Freunden gebracht haben. Die Schnatterente wird nicht sehr begeistert sein 😉

Die Kids sind durch – 18:30 Uhr ab ins Bett

Die Kids haben sich den restlichen Nachmittag ziemlich viel gestritten und auch sonst nur Blödsinn gemacht, so dass ich um 18:30 Uhr die „Schnauze voll“ hatte und sie ins Bett verfrachtet hab. Sie waren einfach ko und ich auch!

Zum Glück sind sie auch recht brav ins Bett gegangen. Das ist echt ein Vorteil, dass sich die Schnatterente noch nicht für die Uhrzeit interessiert. Sie hat sie zwar irgendwann man gelernt, aber wirklich auf die Uhr gucken tut sie nicht und da es heute nach dem Nachmittag eh Fernsehverbot gab, konnte sie sich auch nicht an ihrer Lieblingssendung orientieren…

Aufräumen, Wäsche, Christmas Cards bestellen

Der Ordnungshüter musste noch mal zur Bowlingbahn des gestrigen Geburtstags fahren, wo wir die Jacke der Schnatterente wähnten, und so hatte ich das Glück, den Rest des Chaoses in der Küche zu beseitigen. Natürlich hatte mein Ordnungshüter-Mann aber schon vorher beim großen Schoko-Chaos beseitigen mitgeholfen – er wäre ja sonst auch nicht der „Ordnungshüter“ :-D. So war die Küche auch in einer halben Stunden wiederhergestellt.

Noch schnell eine Wäsche anstellen um den Schokoflecken auf unseren Klamotten keine Chance zu geben und dann noch dringend die Christmas Cards der Kinder bestellen, bevor die Bestell-Deadline heute Nacht abläuft.

Selbstgemalte Christmascards zum Bestellen

Das ist das erste Mal, dass wir diese Christmas Cards bestellen. Das ist eine Aktion der Schule, um etwas Geld für die Schule einzusammeln. Die Kinder kreieren ihre individuelle Christmas Card, die dann an einen Anbieter geschickt wird. Dieser digitalisiert die Kreationen und man kann sie dann dort im Online-Shop bestellen. Für jedes bestellte Bündel bekommt die Schule etwas Geld, in unserem Fall waren das jetzt vier Pfund. Außerdem kann man dort direkt auch Weihnachts-Geschenkpapier kaufen, wo ebenfalls ein Teil des Geldes an die Schule abgeführt wird. Außerdem kann man über unsere Schule Weihnachtsbäume bestellen oder Panettone, wo jeweils die Schule „mitverdient“. Ich finde das eine gute Sache, auch wenn wir nicht an jeder dieser Aktionen teilnehmen.

Ihr könnt jedenfalls die Christmas Cards der beiden Mädels oben sehen. Ich bin schon ein wenig überrascht, wie viele Rechtschreibfehler die Schnatterente bei „Merry Christmas“ einbauen kann! Und eigentlich sollte sie auch schon längst zur Schreibschrift übergegangen sein. Hach – soviele Baustellen, an denen wir bei ihr arbeiten müssten…

Naja, Hauptsache sie geht gerne in die Schule – der Rest kommt dann auch irgendwann noch 😉

Eure Uta x

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.