WMDEDGT – Normaler letzter Wochentag

Auf dem Fahrradergometer im Gym

Frau Brüllen fragt heute wieder ihre Blogger Kollegen: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ und ich möchte gerne von einem gewöhnlichen letzten Wochentag berichten:

Normalerweise sind wir (oder die Kinder) freitags generell etwas müde und sehnen das Wochenende herbei. Ausnahmsweise haben wir es heute Morgen aber einmal ohne Tränen aus dem Haus geschafft, obwohl es seit gefühlten Wochen täglich morgens Tränen wegen Nichtigkeiten gibt. Und das trotz des letzten Wochentags! Das war schon mal ein guter Start in den Tag.

Nach dem Abgeben der Kids in der Schule habe ich noch schnell den Entwurf einer Contentseite für meine neue Webseite fertig gemacht. Es ist noch etwas zu früh, das Geheimnis zu lüften, an was für einer Geschichte ich seit einiger Zeit arbeite. Allerdings kann ich schon mal sagen, dass es mir echt nicht leicht fällt, im ersten Anlauf vernünftiges schriftliches Englisch zu Stande zubringen! Aber zumindest ist es eine gute Übung und ich denke auch, dass das mit der Zeit einfacher wird und schneller geht.

Danach bin ich eine Runde ins Gym gegangen. Das mache ich jeden Freitagvormittag, weil dann immer die Putzfrau da ist und ich mich gerne verdünnisiere. Die haben im Gym so tolle Fahrradergometer mit Spielcomputer und dort spiele ich beim Radeln immer gerne Sudoku. Sage und schreibe 40 Minuten habe ich es partout nicht geschafft, ein – laut deren Schwierigkeitseinstufung – mittelschweres Sudoku zu lösen! Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr auf Fahrradfahren und war, wie man oben sieht, auch schon ordentlich am Schwitzen und habe aufgegeben. Vermutlich hatte ich irgendwo einen Fehler eingebaut (oder der Computer ;-)).

Nach dem Duschen musste ich dann auch schon wieder die Kuschelmaus von der Schoolnursery abholen. Sie geht ja lediglich 3 Stunden täglich dort hin, weil hier nur in Ausnahmefällen mehr als 15 Wochenstunden Kindergarten für die Kinder ab 3 Jahren vom Staat bezahlt werden und deshalb Schoolnurseries generell 3 Stunden lang sind. Wobei sich das bald ändern soll und bis zu 30 Stunden bezahlt werden sollen. Allerdings können vermutlich die wenigsten Schoolnurseries die 30 Stunden aufgrund von Kapazitätsengpässen überhaupt anbieten…

Spontan haben wir uns entschieden, nach der Nursery mit einer Freundin der Kuschelmaus und ihrer Mama, mit der ich befreundet bin, zu einem Indoorspielplatz zu gehen, wo es auch Mittagessen gibt. Das war sehr schön, mal wieder ausgiebig mit meiner Freundin zu quatschen! Wenn man hört, wie es bei ihnen als Familie mit 4 Kindern läuft, hört sich unser Leben ziemlich easy an.

Bevor wir die Schnatterente und deren Freundin, die noch zum Playdate zu uns kam, aus der Schule abholen gingen, mussten wir noch dringend in den Supermarkt. Wir haben da ja zugegebenermaßen unseren Deutschen Discounter, zu dem wir oft gehen, weil da einfach alles so lecker wie zu Hause schmeckt. Kürzlich meckerte mal ein Gruppenmitglied auf einer Londoner Facebook Gruppe für Deutsche, warum dort ständig gefragt wird, wo man in London dieses oder jenes deutsche Lebensmittel finden kann. Die Person meinte, man hätte doch zu Hause bleiben können, wenn man sich hier nicht an die lokalen Lebensmittel anpassen kann. Ich gehöre wohl auch zu denen, die die leckeren, gewohnten Lebensmittel bevorzugt und oft die typisch englischen Lebensmittel verschmäht 😉

Wenn wir nachmittags die Schnatterente von der Schule abholen, fahren wir dort immer mit meinem Tretroller hin, weil die Kuschelmaus dann keine Lust mehr hat, selbst Scooter zu fahren geschweige denn zu laufen: Die Kuschelmaus steht dann vorne bei mir mit drauf und genießt es, gefahren zu werden. Davon habe ich kein Foto. Dafür aber von dem Scooter, der vor mir fuhr: Irgendwas stimmt auf dem Foto nicht… Wer findet den Fehler?!?

Scooterfahrende Kinder

Endlich hatten wir es am Nachmittag heute mal etwas sonnig und sicher so 16 Grad. Das fühlt sich nach den eisigen Temperaturen der letzten Tage schon wirklich sommerlich an. So waren die Mädels auch noch ewig draußen auf dem Trampolin. Weil die Schulwochen hier dank der langen Tage und hohen Anforderungen ja immer recht anstrengend und die Kinder am letzten Wochentag einfach recht platt sind, durften sie dann noch einen halben Disney Film schauen.

Als meine Kids noch nicht in der Schule waren, habe ich mich gewundert, in wie vielen Fenstern man beim Vorbeigehen am Nachmittag den laufenden Fernseher mit Kinderprogrammen sehen konnte. Mittlerweile habe ich den Grund verstanden: Die Kids sind echt ko nach der Schule und viele relaxen dann vor dem Fernseher. Wir machen nachmittags eigentlich nur mal die Glotze an, wenn Besuch da ist und sich am späteren Nachmittag die Streitereien zwischen meinen Mädels vor Müdigkeit ins Unermessliche steigern.

Nach dem Abendessen (oder „Tea“ wie wir es nennen, wenn englischsprachiger Besuch da ist), wurde die Schulfreundin abgeholt. Den restlichen Abend haben wir mit Aufräumen und Badewanne ausklingen gelassen. Lesen oder Schreiben, was ich sonst oft noch abends mit der Schnatterente üben muss, sobald die Kuschelmaus im Bett ist, haben wir heute mal ausfallen lassen. Wir müssen bis Sonntagabend auch „nur“ noch 1,5 Bücher fertig lesen (500+ Wörter) und die schriftliche Englisch-Hausaufgabe erledigen, die wir wegen Sportkursen am Montag- und Dienstagnachmittag schon immer am Wochenende erledigen müssen: Mittwoch ist Abgabe. Dieses Wochenende dürfen wir eine Flaschenpost-Nachricht erstellen. Normalerweise muss ich der Schnatterente oft vorschlagen, was wir bei freien Texten schreiben sollen. Aber vielleicht fällt ihr hierzu ja selbst was ein, das Thema ist ausnahmsweise mal relativ „griffig“.

Homeworks Year 1

Nachdem die Kids im Bett waren, habe ich mich noch schnell fertig gemacht, denn ich gehe heute schon wieder aus: Das dritte Mal in 7 Tagen und das dritte Mal in den selben, nahegelegenen Pub! Der Pub-Owner muss sich schon langsam wundern, so oft wie ich jetzt da bin und dann immer meine 2 Cider trinke! Prost 🙂

Habt ein tollen Wochenende!

Eure Uta x

ps: es sind am Ende 3 Cider geworden 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.