WMDEDGT – Von Fuchsbesuch bis Pubabend

Cafè in London - Wheel of fortune

Frau Brüllen fragt, ich antworte: „Was hast du heute eigentlich den ganzen Tag gemacht?“.

Wir hatten in letzter Zeit ein paar schlimme Morgende mit Wutanfällen, die sich gewaschen haben. Vor allem die Vierjährige dreht im Moment manchmal ziemlich durch, wenn irgendwas nicht so läuft, wie sie sich das vorstellt. Wir müssen dringend an ihrer Frustrationsgrenze arbeiten!

Aber heute war es erstaunlich gut. Und als wir recht zügig geduscht und angezogen in die Küche kamen, war jegliche Rest-Grummelei verflogen, als wir zwei niedliche junge Füchse minutenlang bei uns im Garten toben sahen. Ich frage mich nur, wo eigentlich Mama-Fuchs die ganze Zeit war.

Ich hatte Glück und die Kids konnten sich auch zügig für ein Frühstück entscheiden und obendrein haben sie das sogar auch alles aufgegessen. Erstaunlich gut lief es heute im Vergleich zu den letzten Tagen. Nach einer noch immer gut gelaunten Verabschiedung bin ich dann um 7:45 Uhr aus dem Haus gegangen.

Die Fahrt zur Arbeit lief heute etwas anders ab als sonst

Ich hatte heute einen normalen Bürotag. Anfang der Woche habe ich kurz mal mit einem Homeofficetag heute geliebäugelt, weil Tube Streik angesagt war (mal wieder). Und obwohl der mich EIGENTLICH gar nicht betroffen hätte, weil ich ja mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, hätte es mir sicher keiner krumm genommen, wenn ich wie fast alle anderen von zu Hause arbeite. Ich WÄRE heute gerne mit dem Fahrrad gefahren, konnte aber nicht weil ich mir am Vorabend einen Platten in den Reifen gefahren hatte und zurück zum Büro schieben durfte.

Dank ohnehin abgesagtem Tubestreik musste ich dann heute nach Wochen mal wieder mit dem Tret-Roller zur Arbeit scootern. Also nachdem ich die ersten 3 Stationen per Tube zurückgelegt hatte. Als das noch regelmäßig mein Arbeitsweg war, habe ich mir eine ziemlich schmerzhafte Entzündung im „Antret-Fuß“ zugezogen. Also in der Ferse um präzise zu sein. Wie ich erfahren habe, scheint das eine bekannte Überlastung zu sein, wenn Erwachsene meinen, auf den Tretscooter umsteigen zu müssen 🙂

Ich bin zwar sehr langsam gefahren, habe aber die Ferse trotzdem gleich wieder gemerkt und daher beschlossen, dass ich das Scooterfahren noch einige Monate sein lassen werde.

Fahrradreparatur im Vorübergehen

Ich fange jetzt immer früher an zu Arbeiten, um dann auch früher Schluss zu machen. Sprich, um 8:30 Uhr bin ich im Büro (Jaaaa, das ist „früh“ bei uns, weil offizieller Arbeitsbeginn um 9:30 Uhr ist!) und dann arbeite ich so bis 17:15-17:30 Uhr und mache eigentlich meist nur so 20 Minuten Mittagspause. Wenn ich mal länger arbeiten muss, ist das aber auch kein Problem, denn wir haben jetzt ja wieder ein sehr nettes neues Au Pair.

Ich genieße morgens immer diese erste Stunde im Büro, wenn nur eine handvoll Leute da ist. Sonst ist es nämlich wirklich sehr trubelig, weil es insgesamt eher lockeres Arbeitsklima ist und das gerne mal zu etwas „Unruhe“ führt. Am Vormittag habe ich mir dann meinen Laptop und mein Fahrrad geschnappt und bis zum 15 Minuten entfernten Fahrradladen geschoben. Darauf vorbereitet, dass ich mich jetzt ne Stunde zum Arbeiten in irgendein Café setzen muss, war ich doch sehr überrascht, dass der nette Mitarbeiter im Fahrradladen meinte, er bräuchte nur so 5 bis 10 Minuten für den Reifenwechsel! Super!

So hab ich schon mal mein Mittagessen im Supermarkt gekauft, noch schnell einen Kaffee getrunken und konnte direkt schon mein Fahrrad wieder mitnehmen. Mir wurden gleich beide Reifen aufgepumpt und noch etwas Öl aufgetragen, so dass ich mich schon mega gefreut habe, wie einfach das alles ging. Naja, der nette Herr meinte es etwas zu gut scheinbar: Die Reifen sind bis zum Anschlag aufgepumpt und ich merke nun die allerkleinste Unebenheit und es rappelte nur so beim Fahren. Keine Spur von Komfort. Auf dem Weg nach Hause musste ich später auf dem Schotterweg sogar langsamer fahren, weil ich kaum mehr eine klare Sicht hatte, vor lauter durchgeschütteltwerden!

Ein paar Stänkereien, aber sonst ein schöner Arbeitstag

Da ich in der Firma für das Content- und SEO Management eingestellt wurde, gerate ich manchmal mit dem IT Team etwas aneinander. Es gibt leider kein Content Management System, so dass ich jetzt tatsächlich html coden lernen muss. Und das dauert alles ewig, ist frustrierend und das Ergebnis der fertigen Seite ist nicht zufriedenstellend weil ich irgendwann die Geduld verliere (es gibt auch keine Preview Funktion). Und einige Kollegen sind da auch nicht sonderlich hilfsbereit. Nun kam noch ein weiterer Streitpunkt dazu, und da ging es dann heute ein wenig per Email hin und her.

Naja, das wird sich auch aus der Welt schaffen lassen und ansonsten war der Tag auch recht schön. Und jetzt ist für mich ja auch schon Wochenende!! Wobei wir morgen Abend in meine Firma fahren: Da ist nämlich vorgezogene Halloweenparty mit der ganzen Familie. Ich glaube, die nehmen das mit dem Verkleiden da alle höchst ernst und wir werden mit unseren lächerlichen pseudo-Halloween Kostümen völlig underdressed sein 😀

Happy kids, happy mum, happy Au Pair

Auch als ich von der Arbeit kam, gab es keinerlei Probleme mit den Kids. Hier kann es immer mal zu so Situationen kommen, dass in der letzten Stunde vor dem Zubettgehen noch mächtig um meine Aufmerksamkeit gekämpft wird und das ist alles andere als entspannend nach einem langen Arbeitstag.

Aber heute waren die beiden ein Kopf und ein Hintern. Und ich konnte sie ganz vernünftig in die Wanne stecken, habe ihnen dabei aus ihren neuen Lieblingsbüchern – Fairy Abenteuer – vorgelesen und dann noch mit der (gerade!) Vierjährigen „Lesen geübt“.

Sie hat nämlich heute ihr erstes Lesebuch aus der Schule mitgebracht. Und tatsächlich sollen wir das Lesen mit ihnen üben. Sie war auch erst recht motiviert. Nur als ich sie nach den ersten paar Buchstaben gefragt hatte und sie die nicht benennen konnte, hatte sie schnell die Motivation verloren und ich habe dann einfach die Buchstaben einzeln und dann zusammen vorgelesen. Ich werde ihr da auf jeden Fall keinen Druck machen, weil sie ja praktisch noch ein „Baby“ ist. Wenn sie will, helfe ich ihr gerne, wenn sie aber keine Lust hat, lese ich halt.

Etwas enttäuscht war ich dann allerdings schon von dem Spellingtest der Großen. Nur 4 von 10 Wörtern hatte sie richtig geschrieben. Das sind zugegebenermaßen auch wirklich schwierige Wörter: Alle mit „dge“ oder „ge“, wie fudge, huge, bridge, hedge, large, village usw. Aber wir haben diese 10 Wörter in den letzten Tagen wirklich sehr oft geübt und und sie konnte sie eigentlich. Und dann finde ich es sehr schade, dass sie trotz Fleiß, nicht dafür belohnt wurde…

Kurz habe ich mich dann auch noch mit unserem neuen Au Pair abgesprochen und wir sind beide der Meinung, dass gerne jeder Tag so laufen kann, wie der heutige! Nachdem ihr die Kids nämlich die ersten 3-4 Wochen manchmal das Leben recht schwer gemacht haben, geht es seit einiger Zeit – in der Regel – ganz gut. Und die Kuschelmaus geht auch immer öfter mal auf Kuschelkurs. Nur gibt es halt immer mal so Bockphasen, wo sie gerne ihre schlechte Laune am Au Pair auslassen. Aber die kennt das zum Glück (wobei vermutlich nicht in solchen Ausmassen, die es bei uns leider manchmal gibt) und lässt sich da zum Glück nicht so leicht aus der Ruhe bringen.

Pubabend mit den Eltern von Year 2

Eigentlich findet heute Abend noch ein Pubabend der Eltern von Year 2 statt. Aber irgendwie bin ich einfach ziemlich müde und sehr unmotiviert noch mal loszuziehen. Ich muss hier noch einiges aufräumen und für morgen vorbereiten. Und mein Mann ist auch noch nicht da und kann mich daher auch nicht „mitreißen“.

So schreibe ich jetzt hier den Blogpost zu Ende und mache dann alles für morgen fertig, anstelle ein Bier trinken zu gehen. Und so komme ich auch früher ins Bett. Das ist ja auch viel gesünder, wenn man sich das mal so überlegt 😉

Eure Uta x

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