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09 April 2015

Die Leistung von Stay-at-home-Mums

Alltägliches Neuer Job Leave a Comment
(c) www.antenne.com
(c) www.antenne.com

Ich bin gerade auf einen sehr interessanten Blogpost gestoßen: Ein Vater, der in der 3-Personen-Familie der Alleinverdiener ist, rechnet einmal durch, was die wöchentliche Hausarbeit seiner Frau ihn kosten würde, wenn er diese „Services“ extern beziehen müsste. Und er kommt bei seiner Kalkulation auf einen Endbetrag, der sogar höher ist als das, was er in seinem Job verdient!

Er schreibt diesen Post unheimlich liebevoll und ist seiner Frau, die ihre Arbeit geliebt zu haben scheint und die das Arbeiten ihm und dem gemeinsamen Kind zuliebe (derzeit) aufgegeben hat, zutiefst dankbar für ihre tagtägliche Arbeit!
Ich finde diesen Post sehr schön geschrieben und denke, dass er allen „Alleinverdiener-Ehemännern“ sehr bildlich vor Augen hält, was wir „Stay-at-home-Mums“ (ich mag den Begriff „Hausfrau“ nicht besonders) leisten, während die Männer ihren 8 Stunden-Jobs nachgehen. Davon könnte sich so manch Ehemann eine Scheibe abschneiden!

Hier gibt es den Blogpost zum Nachlesen

Ich teile diesen Post nicht, um den Ordnungshüter an den Pranger zu stellen! Aber er sollte den Artikel ruhig einmal lesen, auch wenn er nicht zu den Männern gehört, die der Frau (also mir) Vorhaltungen macht, dass sie zuviel Geld ausgeben würde. Das liegt aber auch daran, dass ich per se eine eher sparsame Frau bin. Insbesondere unter den Expat-Frauen in Hong Kong habe ich gesehen, dass es Typen von Frauen gibt, die das Geld der Männer wirklich mit beiden Händen zum Fenster rausschmeißen und deren tägliche Routine Fitness/Wellness/Beauty/Friseur/Lunch/High Tea/Dinner/Drinks in verschiedenen Ausprägungen beinhaltet!

Das andere Extrem bin dann wohl ich: Ich gehe – wenns hoch kommt (!) – ein Mal im Jahr zum Friseur, mag ansonsten keine Beauty oder Wellness Behandlungen, ich brauche keine luxuriösen Urlaube oder Besuche von irgendwelchen exklusiven Restaurants und für mich Shoppen tue ich auch nur, wenn ich wirklich etwas brauche. Ich mag shoppen einfach nicht! Dieses ständige rein und raus aus Klamotten und rein und raus aus der Umkleidekabine finde ich absolut nervig und nach spätestens einer Stunde Shoppen haben ich die Nase voll! Für die Kinder kaufe ich schon lieber Klamotten, das geht ja auch schnell: Einmal angucken oder ggf. anhalten, wenn das Kind dabei ist und dann ab zur Kasse. Aber auch bei Kinderklamotten bin ich eher sparsam und kaufe lieber günstigere Klamotten und dafür ggf. öfter mal was neues, weil meine Kinder gerne ihre Klamotten irreparabel ruinieren.

Die Bedenken, dass man Kindern keine gebrauchten Schuhe anziehen soll, weil das für die Füße schlecht sein kann, kenne ich. Aber mal ehrlich: Die Kinderschuhe, wenn sie nicht gerade von einem Schuhdiscounter oder günstigen Bekleidungsgeschäft sind und 10 Euro kosten, kosten gerne 50 Euro und aufwärts und wenn der Kuschelmaus die Schuhe von der Schnatterente passen, kaufe ich doch der Kleinen nicht noch einmal ein neues Paar Schuhe!

Meine Shopping-Unlust hast kürzlich dazu geführt, dass ich eine „persönliche Einkaufsberatung“ in einem großen Bekleidungsgeschäft ausprobiert habe, weil ich für meinen neuen Job ein paar neue und kombinierbare Kleidungsstücke brauchte. In meine alte Business-Kluft von vor den beiden Schwangerschaften passe ich nur noch sehr knapp rein und außerdem muss ich sicher auch nicht unbedingt im Anzug bei einem Start-up erscheinen.

Für alle Einkaufsmuffel, die ihren Kleiderschrank etwas aufforsten müssen, kann ich so eine Einkaufsberatung sehr empfehlen! Ich habe im Vorfeld mit der Mitarbeiterin gesprochen und ihr ein paar Fragen beantworten müssen und sie hatte vor unserem Termin in einem extra Raum zwei Kleiderstangen voll Klamotten aufgehängt, von denen ich jene anprobierte, die mir gefielen. Weil sie immer mal wieder etwas neues holte und sich der Ordnungshüter als absolut kritische Zweitmeinung herausstellte, der mich dazu gezwungen hat, Unterzieh-Shirts in einer Nuance heller oder dunkler drunter zu ziehen, musste ich mich viel öfter umziehen, als ich das gewünscht hätte, und am Ende dauerte das Ganze doch 3 Stunden!

Meinen Durchhänger nach 2 Stunden habe ich durch einen Kaffee und ein leckeres Obsttörtchen überwinden können und am Ende sind wir mit 2 vollen Tüten neuer Klamotten da raus marschiert 🙂

So einen „bequemen Einkaufsbummel“ können wir dann gerne in 2-3 Jahren wiederholen 😉

Eure Uta x

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