Schlechte Au Pair Erfahrung in England

Ein Au Pair, mit dem ich mich kürzlich traf, hat eine kurze, aber dennoch sehr schlechte Au Pair Erfahrung in England hinter sich und ich bin froh für sie, dass sie die Reißleine gezogen und die Familie von jetzt auf gleich verlassen hat!

Sie war so nett, mir ein paar Fragen zu beantworten, die ich gerne veröffentliche. Hoffentlich ermutigt dieser Bericht andere Au Pairs – auch welche, die vielleicht sogar einen Arbeitsvertrag haben und trotzdem mies behandelt werden – sich nicht auszunutzen lassen und sich gegebenenfalls Hilfe zu holen. In England kann man wohl als Au Pair die British Au Pair Agencies Association kontaktieren, wenn man nicht mehr weiter weiß.

Wie eine Au Pair Erfahrung eher sein sollte, hat unser Au Pair gerade in ihrem Erfahrungsbericht in einem gesonderten Blogpost geschildert. Wenn ich den Bericht von diesem mies behandelten Au Pair lese, frage ich mich einfach, was einige Leute eigentlich denken wer sie sind: High Society oder nicht! Unmöglich!

Ein Au Pair berichtet von der sehr schlechten Au Pair Erfahrung in ihrer Gastfamilie in London

Erzähle doch mal ein bisschen was zu deiner Person und warum du eine AuPair Stelle gesucht hast.

Hallo Uta, vielen lieben Dank für deinen Bericht über meine Situation als AuPair-Mädchen und danke für deine Unterstütung als ich noch in meiner Familie lebte. Wie wahrscheinlich sehr viele AuPair-Mädchen habe auch ich gerade mein Abitur gemacht und wollte, bevor ich ein Studium anfange, zuerst ein Auslandsjahr machen.

Wie hast du deine Gastfamilie gefunden und wie oft hattet ihr Kontakt bevor du ins Flugzeug gestiegen bist?

Ich habe auf den zahlreichen AuPair-Vermittlungsseiten, die es im Internet meist kostenlos gibt, gesucht. Alles läuft privat ab. Zunächst kann ein AuPair oder eine Familie sich bei dem jeweils anderen ‚Bewerben‘, der diese Bewerbung annehmen oder ablehnen kann. Anschließend kann man Nachrichten austauschen oder andere Kommunikationswege, wie z.B. Skype, weiterführen. Meine Gastfamilie und ich haben vor meiner Anreise 3 mal geskypt. Diese Videoanrufe waren seitens meiner Gastfamilie kurz und knapp. Allerdings war meine Gastfamilie in den Skypegesprächen immer freundlich und offen mir gegenüber war, daher habe ich mich im Endeffekt für sie entschieden.

Warst du dir sicher oder hattest du im Vorfeld Zweifel wegen der Gastfamilie?

Ehrlich gesagt, war ich selber von anfang an skeptisch der Gastfamilie gegenüber, da meine Gastmutter bereits im ersten Skypegespräch nach nur 5 min zu mir gesagt hat, dass ich ihr mitteilen soll, wann mein Flug sei und ich einfach vorbei kommen und die Zeit mit ihnen genießen soll. Da meine Gastmutter keine Britin war, habe ich mich über ihre Nationalität erkundigt und herausgefunden, dass die Mentalität sehr offen gegenüber Fremden sei, weshalb ich mir keine weiteren Gedanken über ihre Entschlossenheit gemacht habe. Sie versicherte mir zudem, dass ich ein Teil der Familie werden sollte.

Du hast gesagt, dass ihr keinen Vertrag gemacht habt. Wollte die Gastfamilie das so?

Genau, es gab keinen Vertrag und es wurde auch nie über einen Vertrag gesprochen. Das war zum Ende jedoch sehr gut für mich.

Am zweiten Tag in meiner Gastfamilie war ich mit meiner Gastmutter den ganzen Tag auf einem Event. Da dieses Event nicht in London stattfand, wurden wir von einem Fahrer dort hin gefahren. Unterwegs gab sie mir genaue Anweisungen, was meine Aufgaben und wie meine Arbeitszeiten seien.

Wie wurdest du von der Familie empfangen?

Der Empfang von meiner Gastmutter war sehr überschwänglich, da sie mir direkt mit Küsschen um den Hals fiel. Das komplette Gegenteil von Deutschland, wo man sich die Hände gibt, eventuell umarmt. Im ganzen Haus war es ein wenig voll, da Arbeiter da waren, weshalb ich mir von der Bahn auch ein Taxi nehmen musste und nicht abgeholt werden konnte. Mit den Kindern, die um die gleiche Zeit wie ich von der Schule kamen, spielte ich direkt im großen Garten. Den Vater sah ich abends, genau wie an anderen Tagen, max. 2 Minuten. Ein kurzes ‚Hallo‘; mehr nicht.

Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Könntest du kurz etwas über die Personen erzählen, die im Haushalt leben oder arbeiten?

Im Haushalt lebten meine Gastmutter, mein Gastvater und drei von vier Kindern im Alter von 3, 8 und 10 Jahren. Die ersten Tage lebte das alte AuPair-Mädchen noch bei uns. Daneben gab es noch eine Putzfrau, die an meinen ‚freien Tagen‘ kam, sowie einen Gärtner.

Wie und wann hat dir die Mutter erklärt, was deine Aufgaben sind?

Wie schon oben erwähnt, war ich bereits am zweiten Tag mit meiner Gastmutter einen ganzen Tag auf einem Event unterwegs. Während der langen Autofahrt erklärte sie mir meine Aufgaben und meine Arbeitszeiten. Das Gespräch war jedoch sehr einseitig von ihr geführt, da sie zwischendurch auch immer wieder telefonieren musste und sie ein klares Bild von meiner Arbeit hatte.

Wann hattest du das erste Mal das Gefühl, das hier Geben und Nehmen, was eigentlich die Devise eines AuPair-Gastfamilien-Verhältnis sein sollte, vollkommen unausgeglichen ist?

Bereits am 3. Arbeitstag, an dem Tag an dem das alte AuPair-Mädchen ging und ich alleine für alle Aufgaben zu ständig war, hatte ich das Gefühl, dass ich nicht als AuPair-Mädchen, sondern viel mehr als Hausmädchen behandelt werde. Nachdem ich das Abendessen zubereitet, den Tisch gedeckt und das Essen serviert habe, hatte ich das Gefühl, dass es der Gastmutter unangenehm war, dass ich zusammen mit der Familie zu Abend aß, obwohl sie mich dazu gebeten hat. Anschließend habe ich die Küche aufgeräumt, die Kinder bettfertig gemacht und Wäsche gewaschen. Insgesamt bis 22 Uhr. Danach kam meine Gastmutter zu mir und klagte über meine Arbeit, da sie nicht gut genug sei und sie mich nach ihren Regeln erziehen möchte. Sie gab mir mit ihrem Umgangston das Gefühl, dass ich ein Nichtsnutz sei.

Bitte erzähle kurz über deine heftigsten Erlebnisse und wie du dich dabei gefühlt hast.

Grundsätzlich muss ich leider sagen, dass ich keine guten Erlebnisse in meiner Gastfamilie hatte. Daher könnte diese Liste sehr lang werden. Aber ich möchte mich gerne kurzfassen. Ein heftiges Erlebnis war auf jedenfall der Abend an meinem 3. Arbeitstag, weil sie mich mit ihrem Umgangston sehr verletzt hat, da ich weiß, dass meine Arbeit gut war. Leider startete der 4. Arbeitstag nicht besser. Ich konnte das Frühstück am Abend nicht vollständig vorbereiten, da einiges an Porzellan und Besteck in der Spülmaschiene war und ich diese am Vortag nicht anmachen durfte. Daher konnte ich diese erst am Morgen ausräumen. Statt nur die Schüsseln und das Besteck zu nehmen, welches ich zum Frühstück brauchte, räumte ich direkt die ganze Spülmaschine aus, weil ich noch Zeit hatte und es schneller geht, als nur die Dinge herauszuziehen, die man braucht. Natürlich war dies für meine Gastmutter nicht richtig, da ich doch das Frühstück am Abend vorbereiten muss und mich morgens nur um die Kindern zu kümmern habe. Hausarbeiten, die nicht zuwenig waren, sollte ich doch machen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Morgens sollte ich nur Milch, Marmelade, etc. aus dem Kühlschrank auf den Tisch stellen. An meinen ganzen Arbeitstagen hatte ich – nachdem ich die morgendlichen Arbeiten erledigt hatte – bis 16 Uhr Pause. Eigentlich. Dies war nie der Fall, da ich jeden Tag von 6-22 Uhr durcharbeitete. Ohne Pause.

Meine Gastmutter und ich besuchten eine Sprachschule für mich, die jedoch genau in meine Arbeitszeit fiel. Da diese Schule ein Stück entfernt gewesen wäre, wäre ich jeweils 3 1/2 – 4h unterwegs. Ich meinte zu ihr, ich möchte es mir noch einmal überlegen, bevor ich zusage, da ich durch meine ganzen Hausarbeiten keine Zeit dazu sah. Ich erzählte meiner Gastmutter über meine Sorgen und erzählte ihr auch, dass es einfach zu viel Arbeit sei, die ich zu erledigen hätte. Neben der Kinderbeschäftigung, die sehr knapp ausfiel, musste ich den kompletten Haushalt alleine führen, da die Putzfrau nur an dem einzigen Tag kam, an dem ich ‚frei‘ hatte.

Frei hatte ich jedoch nie. Meine Sorgen zog sie jedoch ziemlich ins lächerliche und meinte, dass ich meine Arbeit dann eben nach der Sprachschule machen sollte.

Wann war für dich klar, dass du die Familie lieber sofort verlässt?

Meine Gastmutter organisierte ein Playdate (natürlich in meiner Freizeit) mit einem Kind und einem anderen deutschen AuPair-Mädchen. Das andere AuPair und ich waren verwunderte, da die beiden Kinder zwar im selben Alter waren, jedoch nie zusammen spielen durften. Das andere AuPair-Mädchen war zu dem eine sehr gute Freundin von einem früheren AuPair-Mädchen. Nachdem sie mir erzählte, dass die Gastmutter alle AuPair-Mädchen so behandle wie mich und sie mich momentan noch „gut behandle“, festigte sich mein Entschluss, endgültig zu gehen.

Allerdings hatte ich große Angst meiner Gastmutter davon zu berichten, weil sie in dem Gespräch über meine Sorgen zu mir meinte, dass ich mindestens 4 Wochen bleiben müsse. Ich erkundigte mich bei einer Freundin, die Jura studiert, ob ich das Recht habe, direkt gehen zu dürfen. Da es keinen AuPair Vertrag gab, konnte ich jeder Zeit ohne Vorwarnung gehen. Meine Freunde aus Deutschland unterstützen mich. Ebenso Uta, bei der ich einen wunderschönen Nachmittag verbrachte, wo wir uns über meine Situation austauschten.

Einen Tag später packte ich abends meine Sachen. Morgens ging ich mit gepackten Sachen zu meiner Gastmutter und ging. In der Zeit, in der ich bei meiner Gastfamilie verbrachte, bekam ich Grippe mit Fieber. In der Zeit musste ich natürlich trotzdem komplett durcharbeiten. Nachdem ich meine Gastfamilie verließ, ging es mir einen Tag später so gut wie nie. Keine Anzeichen mehr von Grippe.

Vielen Dank für das Interview und viel Glück für die nächste Zeit!

Danke Uta, dass du über meine Situtation berichtest. Es ist mir wichtig, darüber zu sprechen und zu schreiben, da ich nicht möchte, dass weitere Mädchen auf meine Familie reinfallen. Allen AuPairs in ähnlichen Situationen wünsche ich den Mut, über solche Missstände zu berichten und gegebenenfalls eine solche Familie anzuzeigen. Mich macht es einfach nur wütend, weil meine Gastfamilie das Geld dazu hat, eine Putzfrau UND eine Nanny zu haben. Stattdessen muss das AuPair-Mädchen die ganze Arbeit alleine machen.

 

Ich habe schon einige heftige Au Pair Geschichten hier mitbekommen. Mal ganz zu schweigen davon, wie es der philippinischen Durchschnitts-Maid in Hong Kong geht. Aber das ein Au Pair so ausgenutzt wird, habe ich wirklich noch nie gehört!

Au Pairs sollten große Schwestern/Brüder sein, etwas im Haushalt mithelfen, aber ansonsten auch viel Freizeit haben um das fremde Land und die Kultur zu erkunden!

Eure Uta x

Au Pair Erfahrung in London

Unser aktuelles Au Pair ist mittlerweile 8 Monate bei uns und wird uns leider in 4 Monaten zum Studieren verlassen. Wir können ihre Idee, in Berlin zu studieren, sehr unterstützen, denn so würden wir uns auf jeden Fall immer mal wieder sehen können. Für sie ist es eine tolle Au Pair Erfahrung in London und auch wir sind sehr froh, dass wir nach der durchwachsenen Erfahrung mit Au Pair #1 einen zweiten Versuch gestartet haben, der wirklich super funktioniert.

Ich habe nun angefangen, nach einem neuen Au Pair zu suchen, weshalb ich unser aktuelles Au Pair um einen Erfahrungsbericht gebeten habe. Da sie selbst gerne lieben gerne schreibt, zum Beispiel auch auf ihrem Blog littlemissfranny, hat sie das auch ganz schnell erledigt. Hier ihr Erfahrungsbericht :-)
Au Pair Franzi

Große Schwester für 12 Monate

Ich kann gar nicht glauben, dass das Jahr bei Uta und ihrer Familie schon fast wieder vorbei ist. Da ich im Oktober mit meinem Studium anfange, muss ich London leider verlassen. Uta hat mich darum gebeten einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben. Weiterlesen »

Wie klärt man Kinder auf?

"Mama-Frosch und Kind-Frosch"

Am verlängerten Wochenende waren wir in Berlin und haben die Taufe meiner Nichte gefeiert. Es war zwar nur ein Kurztripp, aber dadurch, dass wir bei der Taufe die ganze Familie versammelt gesehen haben, hat sich der Besuch definitiv gelohnt!

Wie sehr oft sind meine Mädels mit ihren Cousins zusammen am „Bade-Sonntag“ in die Badewanne gegangen. Als die Schnatterente und der wenige Monate ältere Cousin nackig waren hörte man sofort ein: „Ich kann deinen Pullermann sehen!“, gekontert mit einem: „Ich kann deine Scheide sehen!“.

Mir ist dabei aufgefallen, dass die 5,5-jährige Schnatterente das Wort „Scheide“ wahrscheinlich noch nie gehört hat! Wir nennen bisher der Einfachheit halber alles „Po“: Vorne, hinten, Junge, Mädchen – für alles benutzen wir ein Wort. Im Gegensatz zu manch anderen in ihrem Alter, hat die Schnatterente zum Körper noch nicht viel gefragt. Generell ist sie eigentlich nicht so der Frage-Typ. Ihr ist es zum Beispiel auch ziemlich schnuppe, wie genau die Babys in den Bauch der Mamas kommen. Sie wünscht sich zwar zum 6. Geburtstag ein Geschwisterchen, denkt aber auch nicht so weit, dass es ja erst mal noch im Bauch wachsen müsste und nicht von jetzt auf gleich da wäre. Ich habe ehrlich gesagt schon ein bisschen Bammel vor ihrem nächsten Geburtstag, wenn ich ihr nicht auf dem Geburtstagstisch ein Neugeborenes präsentieren kann 😉

Weil die Schnatterente unterm Strich bisher noch wenig Anstalten macht, genauer nachzufragen, wie das alles von statten geht, habe ich mich mit dem Thema Aufklärung noch nicht weiter auseinander gesetzt.

Wie wurde ich eigentlich aufgeklärt?

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich aufgeklärt wurde, fiel mir ein Bild meiner – vermutlich sehr jungen – Kindheit ein. Mein sechs Jahre älterer Bruder hat mir nämlich erzählt, dass „Männer den Pimmel in die Muschi von Frauen stecken“. Ich war da höchstens sechs, weil ich mir das, was mein Bruder mir erzählt hat, mit meinem Sandkastenkumpel vorstellte, mit dem ich später gar nicht mehr gespielt habe. In meiner kindlichen Naivität stellte ich mir vor, dass er seinen „Pullermann“ nicht mehr rausbekommen hat und wir so miteinander (durch den Pullermann) verbundenen über die Berliner Heerstraße gelaufen sind ;-). Diese Vorstellung fand ich sehr erschreckend, weil wir dann ja alles zusammen machen mussten – wir waren ja durch einen hautfarbenen Strick miteinander verbunden :-)

Etwas später waren wir abends mal alleine zu Hause, weil meine Eltern ausgegangen waren. Meine Schwester und ich hatten Freundinnen zu Besuch und wir haben die Freiheit natürlich genutzt und sind bis in die Puppen wach geblieben. Mein 14/15-jähriger Bruder, der auf uns aufpassen sollte, hatte nichts besseres zu tun, als beim Zappen bei einem Erotikfilm hängen zu bleiben. Obwohl mir das auch peinlich war, gucken wir vier Mädels doch hin: Ich erinnere mich, dass verschiedene Märchenfiguren mit weiten Umhängen und darunter nackt auf Pferden umher ritten und miteinander flirteten. An Sex-Szenen, falls es die gab, kann ich mich zumindest nicht mehr erinnern. Allerdings ist der Name des Films hängen geblieben: „Grimms Märchen von lüsternen Pärchen“. 😉 Ich muss meine Schwester und die Freundinnen mal fragen, wie alt wir da eigentlich waren…

Wenn ich also zurück blicke, bin ich wahrscheinlich durch meine Umwelt – allen voran von meinem großen Bruder – auf wenig pädagogische Art und Weise aufgeklärt worden. Die Lücken wurde durch das Dr. Sommerteam vervollständigt. Eine Freundin durfte sich schon sehr früh immer die Bravo kaufen und somit haben auch die anderen Mädels der Klasse erfahren, was Dr. Sommer von sich gegeben hat. Als wir dann in der 3. oder 4. Klasse Sexualkunde hatten, wusste ich schon halbwegs Bescheid, würde ich sagen.

Englische oder deutsche Aufklärung?

Ich werde mich demnächst mal bei meinen deutschen Freunden mit älteren Kindern umhören, wann und wie hier in England aufgeklärt wird. Die „British Politeness“ ist allgegenwärtig und ich möchte vermeiden, dass ich zur Schulleitung zitiert werde, weil die Schnatterente irgendwelche Sex-Geschichten rumerzählt, die eventuell hier nicht in die Öffentlichkeit gehören. Das zum Geschichten erzählen nötige englische Vokabular – zumindest was die männlichen Geschlechtsteile angeht – hat sie bereits von einem Klassenkameraden aufgeschnappt (wen wunderts, dass der einen älteren Bruder hat!). So weiß die Schnatterente ziemlich genau, was ein „Willy“ ist und wo sich bei Jungs die „Nuts“ befinden :-)

Vielleicht könnt Ihr mir ein paar Bücher für kindgerechten Aufklärung empfehlen? Dann kann ich mich immer noch entscheiden, auf welcher Sprache ich die natürlichste Sache der Welt erklären werde. Zumindest bei der Großen kann ich das ja noch sehr gut steuern und in kindgerechten Häppchen rüberbringen. Ob und wie sie das eventuell mal ihrer kleineren Schwester weitergibt, werden wir sehen. Zumindest hoffe ich, dass sie sich nicht einen riesen Spaß draus macht, ihre kleine Schwester mit solch verwirrenden Aussagen zu schockieren, wie das mein Bruder zweifellos tat!

Eure Uta x

Ein Jahr arbeitende Mama

Großes Kuscheln mit den KindernHeute vor einem Jahr war mein erster Arbeitstag – plötzlich war ich eine arbeitende Mama. Ich war zu dem Zeitpunkt fast 5 Jahre zu Hause und habe – wie auf dem Foto zu sehen – viel Zeit und unzählige Kuschelstunden mit meinen Kindern verbracht. Weiterlesen »

Eine Woche ohne Internet

Urlaub in Kärnten

Wir sind in den Skiurlaub geflogen und ich habe mich auf eine Woche entspannten Familienurlaub zu viert gefreut. Der erste Urlaub überhaupt, den wir wirklich alleine verbracht haben. Weiterlesen »

Nicht Schlafen können in kindlichen Angstphasen

Kleines Kinderzimmer LondonMit einem Beitrag zur Blogparade der lieben Tafjora zum Thema „Schlafen“ wecke ich meinen Blog aus dem Dornröschenschlaf. Die letzten Wochen waren ziemlich stressig und ich kann es kaum erwarten, dass Ostern ist und ich 11 Tage am Stück frei habe (und hoffentlich nicht plötzlich irgendwelche unvorhergesehenen Pflichten und vor allem keine Krankheiten wie zum Beispiel ein Armbruch oder Windpocken auftauchen… Das kennen wir ja jetzt schon alles!). Weiterlesen »

Windpocken bei Groß und Klein

Windpocken bei 5 Jähriger
Windpocken bei 5 Jähriger

Windpocken bei der 5 Jährigen

Da haben wir den Salat: In England wird nicht gegen Windpocken geimpft und mir ist die fehlende Impfung Im Impfpass nicht aufgefallen! Ich möchte nicht ausschließen, dass mich eine deutsche Kinderärztin mal darauf aufmerksam gemacht hat, dass man die Impfung machen könnte. Jedenfalls ist das komplett von meinem Radar verschwunden und so hatten wir dann kurz vor Silvester die Schose: Weiterlesen »

Driving home for Christmas – nach Berlin

Bunt geschmückter Weihnachtsbaum
Weihnachten in Berlin

Die Vorweihnachtszeit war ziemlich stressig:

Es gab die verschiedensten Termine in der Schule:

  • Coffee morning für die Eltern: An jenen habe ich mit ordentlich Hang-over nach der Weihnachtsfeier meiner Firma teilgenommen
  • Das Krippenspiel der Reception Class der Schnatterente: Im Vergleich mit dem letztjährigen „Nativity Play“ im Kindergarten der anderen Schule, war diese Aufführung ziemlich anders. Die Musik, die als Grundlage der Auftritte der Hirten, Sterne, Stalltiere, Könige etc. basierte, waren irgendwelche Pop-Songs und ich hatte das Gefühl, dass die schauspielenden Kids damit auch nicht alle was anfangen konnten
  • Reception Class Parent´s Christmas Drinks: Diese habe ich sogar kurzfristig abgesagt
  • Und tausend Dinge, die in den Vorweihnachtstagen als „Specials“ während der Schulzeit anstanden und auf welche auf den verschiedensten Kommunikationswegen hingewiesen wurde (was ich auch gerne mal nicht mitbekommen habe):
    • Transport Day: Kinder sollten zum Thema „Fortbewegungsmöglichkeiten“ verkleidet in die Schule kommen (die Schnatterente ging als Hexe mit einem „fliegenden“ Besen)
    • Christmas Lunch mit vorheriger schriftlicher Bestellung
    • Christmas Party der Reception Class in Party-Dresses (also nicht in Schuluniform)
    • Secret Santa Fair: die Kinder bekamen 3 Pfund mit, damit sie auf einem Bazaar Weihnachtsgeschenke für ihre Familie aussuchen durften (hat ein tolles Türschild mit „Home Sweet Home“ für uns ausgesucht, was wir leider am Dachbalken in Berlin vergessen haben – aber da sieht es auch sehr hübsch aus)
    • Christmas Jumper Day: Die Kinder durften nach Abgabe einer Spende für die Krebsstiftung statt Schuluniform ihre Christmas-Jumper tragen (das sind diese typischen Weihnachtspullis, die man zum Beispiel aus dem Film „Bridget Jones“ kennt: Frei nach der Devise „Je bunter und alberner desto besser“)

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#WMDEDGT – Handgelenksbruch der 2 Jährigen

 

Handgelenksbruch 2Jährige

Der 5. diesen Monats, an dem Frau Brüllen immer fragt: „Was macht ihr eigentlich den ganzen Tag“ fing in diesem Fall schon in der Nacht an:

Die Große hatte gestern kurz vorm Abholen in der Schule gespuckt. Sie hatte wohl irgendwann den Lehrerinnen was von einem „Tummy ache“ gesagt und dann ziemliche Halsschmerzen bekommen. Das ganze endete mit dem sich Übergeben, als sich alle Kinder schon zum Abholen auf den großen Teppich bereit setzten. Weiterlesen »

2-Jähriger Nuckel abgewöhnen

Nuckel

Wir haben schon länger festgestellt, dass es langsam Zeit wird, der 2-Jährigen den Schnuller abzugewöhnen. Sie war einfach sehr abhängig von ihrem „Nunu“ und das leider auch noch tagsüber. Also hatten wir den Entschluss gefasst, dass sie ihren Nuckel dem Weihnachtsmann geben soll. Ich bilde mir auch ein, dass man an ihrer Zahnstellung ein wenig sieht, dass sich die Zähne von Nuckel schon leicht nach vorne gestellt haben – es wird also höchste Zeit. Weiterlesen »

Liebster Award: Über Berlondonmama

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Die liebe Mama notes hat mich netterweise zum Liebsten Award nominiert: Ein Award, bei dem sich Blogger gegenseitig nominieren und Fragen zur Person und dem Blog stellen. Ich finde diese Blog Awards sind eine wirklich schöne Möglichkeit, neue Blogs kennen zu lernen und seinen eigenen auch kurz vorzustellen. Mama notes hat es mir einfach gemacht und ich darf mir aus den 22 Fragen, die ihr gestellt wurden, 11 aussuchen und beantworten.

Dann mal los :-)

Warum hast Du angefangen zu bloggen?

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Herbstferien in Berlin

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Wir sind seit diesem Schuljahr was Urlaube angeht auf die Schulferien angewiesen, weil die Schnatterente mit ihren gerade mal 5 Jahren ja nun ein „Schulkind“ ist, mit Ganztagsschule, Schuluniform und allem drum und dran. Das nennt sich in England „Reception Class“ und ähnelt der deutschen Vorschule – wobei ich mich nicht mehr so genau an meine Vorschule erinnern kann. Allerdings meine ich, dass ich so richtig Lesen und Schreiben wirklich erst in der ersten Klasse gelernt habe. Da sind die Engländer deutlich früher dran und so habe ich am Elternabend zu hören bekommen, dass ich Lesen, Schreiben und Rechnen üben muss! Weiterlesen »

„Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ an deinem freien Tag?

Tagebuchbloggen alla WMDEDGT 11/15

Frau Brüllen fragt am 5. jedes Monats in die Runde: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“. Und endlich fällt einmal der 5. auf meinen freien Tag, so dass ich gerne mal von meinem „Freien Tag“ berichte.

Kurz vorweg: Die Woche war ziemlich verrückt! Wir wollten Sonntag aus Berlin nach London zurück fliegen, sind aber Opfer des dichten Nebels in London geworden, so dass wir nach 2 Stunden Warterei in Tegel, mit Kind und Kegel wieder zu meinen Eltern zurück mussten! Echt ätzend – vor allem die mangelnde Informationspolitik von Germanwings! Am Montag arbeiteten mein Mann und ich dann aus dem „Homeoffice“, während unser AuPair, das glücklicherweise diesen Urlaub mit uns angetreten hat, die Kinder betreute. Weiterlesen »

5. Kindergeburtstag in London

Knallroter Wolkenhimmel London

Es ist Mittwochabend und wir sind seit Samstag in Berlin und ich habe Urlaub. UND ERST JETZT KOMME ICH ZUM BLOGGEN! Das habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich wollte schon längst über den „Frozen“-Geburtstag der Schnatterente gebloggt, wenigstens die „Danke-fürs-Kommen-und-das Geschenk-Emails“ an die Gäste geschickt, sowie ein paar andere liegengebliebene Dinge erledigt haben! Weiterlesen »

Unorganised Working Mum

Geburtstagsherz

 

Die Schnatterente hat übermorgen Geburtstag und ich habe fast noch nichts (gefühlt „gar nichts“) vorbereitet. Die Geschenke habe ich erst letzte Woche bei Amazon bestellt: Natürlich kommt promt die Frozen (Disneys Eiskönigin) „Anna“-Krone nicht mehr rechtzeitig und ich bete, dass wenigstens dass „Anna“-Dress morgen kommt! Plan B wäre, am Geburtstag noch schnell das normale Anna-Dress im Spielzeugladen zu kaufen. Allerdings kann sie es dann 1.) nicht morgens mit den anderen Geschenken aufmachen und 2.) ist es dann nicht das „Coronation-Dress“, dass Anna bei der Krönung von Elsa trägt. Weiterlesen »