Wie kann ich als Mama abnehmen

Wie kann ich als Mama abnehmen, so gehts

Heute will ich euch einmal erzählen, wie ich vor 1,5 Jahren angefangen habe, gezielt meine Schwangerschaftskilos und am Ende noch etwas mehr, abzunehmen. Natürlich habe ich mich erst einmal gefragt: Wie kann ich als Mama abnehmen, wenn die Kinder doch am liebsten Würstchen, Fischstäbchen und Nudeln essen?

Nicht gerade die Kost, mit der man es schafft abzunehmen. Denn soweit ist mir natürlich klar:

Ein Kaloriendefizit führt zum Abnehmen, also wenn man weniger isst als man verbrennt.

Und natürlich nur, wenn das dauerhaft der Fall ist.

Da ich nun seit über einem Jahr mein verringertes Gewicht so ziemlich halte, traue ich mich nun auch, meinen Erfolgsweg zu teilen. Ich hätte euch ungern schon früher mit auf die Reise genommen um dann auch noch von Außen den Druck zu spüren, für „Euch“ abnehmen zu müssen. Sowas mache ich dann lieber mit mir selbst aus 😀

Sport mache ich ja eh – also muss zum Abnehmen an der Ernährung geschraubt werden

Ich war schon immer der muskulösere Typ. Im Abibuch stand bei der Rubrik: „Woran werdet ihr euch bei Uta erinnern“ mehrfach „sportliche Figur“ und ähnliches. Und das war zu der Zeit eher ein Kompliment (oder Augenwischerei), weil ich zum Abi hin eher etwas moppelig war 🙂

Richtig pummelig war ich dann mal während des Studiums, als ich mir einen Bänderriss zugezogen habe und ein paar Wochen keinen Sport machen konnte. Oh mein Gott – die Fotos der Konfirmation meiner Schwester sind einfach furchtbar!

Aber normalerweise sieht man mir schon an, dass ich Sport mache. In der Schule habe ich mal die unterschiedlichen Muskeltypen lernen müssen und ich gehöre sicher zum Körperbau mit Fast-Twitching-Muscles, die stark sind, aber nicht sehr ausdauernd. Ja, stimmt! In meinem alten Fitnessstudio sagte meine damalige Chefin zu mir, dass sie mir die Übung „Beinpresse“ nicht empfehlen würde, damit ich keine unschön-dicken Oberschenkel bekomme (die waren ja eh schon kräftig). Haha – keine Sorge!

Ich war auch hier seit einiger Zeit 2-3 Mal die Woche ins Fitnessstudio gegangen – natürlich ohne die Beinpresse-Übung zu machen! Allerdings ohne dass sich irgendetwas am Gewicht geändert hatte. Daher war klar, dass ich auch was an der Ernährung umstellen muss, um Erfolge zu sehen.

Aber wie kam es eigentlich dazu, dass ich mit meinem Gewicht unzufrieden war?

Schwanger sein: Die perfekte Ausrede um mal ordentlich zu futtern?

In der ersten Schwangerschaft habe ich von Anfang an zugenommen, weil ich gegen die Übelkeit leider immer etwas – gerne auch Süßes – im Bauch haben musste. Obwohl ich meiner Meinung nach nicht für zwei gefuttert hatte und durch die gesamte Schwangerschaft noch sportlich aktiv war, waren es am Ende über 20 kg die ich zugenommen hatte! Eigentlich sogar eher was in Richtung 25 kg…

Bei der zweiten Schwangerschaft hatte ich das „Glück“, dass mir in der Übelkeitsphase eigentlich nur Rohkost geschmeckt hat. Da habe ich am Anfang nicht zugenommen und habe es am Ende dennoch – obwohl ich mich echt gebremst habe – wieder auf über 20 kg mehr gebracht 😮

Die letzten Wochen vor der Geburt waren wir ja bereits aus Hong Kong weg gezogen und zwischenzeitlich in Berlin und somit hatte ich irgendwann wöchentliche Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt. Und regelrecht Panik, dort auf die Waage zu müssen! Denn jede Woche kam in den letzten 5-6 Wochen locker ein bis anderthalb Kilo dazu! Ich bin mir sicher, dass das zu einem großen Teil auch Wasser war. Der Frauenarzt dachte aber sicher, ich würde mich von morgens bis abends vollstopfen… Ich sah vielleicht aus!!!

„Macht doch nichts, mit dem Stillen nimmst du automatisch ab“

So wurde ich beim ersten und auch beim zweiten Kind von meiner Umgebung beruhigt. Aber die kannten auch nicht meinen egoistischen Körper. Oder sagen wir mal, meinen Körper, der seine Reserven schwer verteidigt…

Ich hatte bei beiden Babys am Anfang extrem viel Milch, nur waren beide leider nach 2-3 Minuten fertig mit trinken. Sie haben also sehr wahrscheinlich überwiegend die wässrige Vordermilch getrunken, was man auch an deren Stuhlgang sehen konnte: Beide hatten fast nie einen normalen gelben Still-Stuhl sondern immer grünliche, schaumige, durchfallmässige und wirklich sehr sehr häufige Stuhlgänge. Ihr könnt euch vorstellen wie viel Heilwolle und Cremes ich verbraucht habe, um die gereizte Babypopohaut von Entzündungen zu befreien!

Auch wenn ich mal Muttermilch abgepumpt hatte (für mich war die manuelle Milchpumpe von Lansinoh absolut super, weil ich nur selten abpumpte. Sonst hätte ich wohl zu einer elektrischen Variante geggriffen), sah man der Milch den geringen Fettgehalt richtig an: Sie war wässrig und bläulich. Ich gehe davon aus, dass meine Säuglinge aufgrund des fehlenden Fettgehalts ständig wieder Hunger hatten. Dann aber wie gesagt nach ein paar Schlücken nicht mehr wollten…

Bei Säugling Nummer zwei war ich zumindest etwas schlauer und habe – egal wie oft sie trinken wollte – drei Stunden lang immer wieder die selbe Brust angeboten. Ich hatte das Gefühl, dass sie im Gegensatz zu ihrer großen Schwester zumindest etwas weniger oft am Tag grünliches Mini-Kacka in der Windel hatte. Meine Hebammen hatten mich immer beruhigt, dass Still-Stuhl alle möglichen Farben haben kann. Aber ich bin mir sicher, dass der hohe Vordermilch-Anteil der Grund für den grünen Durchfall-Stuhl der Kids war. Denn ab und zu mischte sich bei der zweiten auch mal ein gewisser gelber Anteil dazu.

Aber so oder so hat auch die zweite Stillzeit bewiesen: Nix da mit Mama nimmt durch Stillen wie von alleine ab! Das bleibt alles auf meinen Hüften – für schwere Zeiten! Etwas neidisch habe ich da zu anderen stillenden Mamas geschaut, die immer schlanker wurden obwohl sie sich beim Kaffeekränzchen mindestens zwei Stück Kuchen gönnen konnten.

Abnehmen wenn eh noch ein Kind folgt? Ach nö, das lohnt doch nicht

Zwischen Kind eins und zwei habe ich mich nicht wirklich bemüht, auf mein Ausgangsgewicht von vor der Schwangerschaft zu kommen, was so bei 65kg +/- 2kg lag.

Wir wussten ja, dass wir ein zweites Kind wollten und wieso sollte ich mir da den Stress mit Abnehmen machen 😀

Nach der Geburt von Kind zwei hat es erneut nicht geklappt, durchs Stillen abzunehmen und erst nach dem Abstillen habe ich nach und nach ein paar Pfunde verloren.

In der Zeit war ich mit warm eingepackten Baby bei Wind und Wetter einmal wöchentlich im Park zum Buggyfit (heute hätte ich nicht mehr die Motivation, mich bei 5 Grad Celsius Außentemperatur und womöglich noch Nieselregen in den Matsch zu schmeißen) und hatte auch sonst viel Bewegung, weil wir lange Zeit kein Auto in London hatten und ich alles zu Fuß machte.

Trotzdem blieb auch nach der zweiten Schwangerschaft wieder ein bisschen mehr hängen und das pre-Schwangerschaftgewicht rückte in noch weitere Ferne.

Meine drastische Feststellung: Büroarbeit macht dick

Seit die Zweite irgendwann so mit knapp zwei Jahren wenigstens ab und zu mal durchschlief und ich durch mehr Schlaf auch mal wieder aus dem „Survival-Modus“ in einen etwas „konstruktiveren Modus“ gewechselt bin, habe ich mich nach einem Job umgeschaut.

Als deutsche Bloggerin in London mit Marketing Background habe ich auch recht schnell einen Praktikumsplatz mit Festanstellungsaussicht gefunden. Das war für mich perfekt: Ich konnte die Firma überzeugen, dass ich vier statt fünf Tage arbeiten möchte und das vorweggestellte Praktikum machte es ihnen und mir einfacher nach der langen Elternpause (fast 5 Jahre), falls es nicht klappen sollte.

Hat es aber und so war ich fortan 4 Tage die Woche im Büro. An den Bürotagen beschränkte sich meine Bewegung auf 3 Minuten zum Bahnhof laufen und 5 Minuten am anderen Ende zum Büro. Und natürlich der Gang zum Essenholen in der Mittagspause.

Erschwerend kam nämlich dazu, dass ich es „endlich mal wieder richtig auskostete“ Mittags Erwachsenenessen zu essen statt „Kinderfraß“. Ich weiß nicht wie viele Schüsseln ich von dem Reisgericht „Chicken Bibimbab“ auf dem Londoner Leather Lane Markt gegessen habe! Unzählige mit großer Gewissheit! Und auch sonst standen Pret A Manger und andere wirklich hoch im Kurs.

Über die Monate habe ich so langsam aber kontinuierlich zugenommen. Und da half auch kein Fitnessstudio, bei dem ich mich in der Zwischenzeit angemeldet hatte.

Irgendwann stand fest: Mama muss abnehmen!

Ich habe mich in der Zeit nur selten gewogen, so dass ich diese schleichende Zunahme gar nicht so unbedingt bemerkt habe. Irgendein unvorteilhaftes Foto hat mich dann doch etwas aufgeschreckt und der Gang auf die Waage am nächsten Tag hat bestätigt, dass ich, seit ich angefangen hatte zu arbeiten, sicher 4-5 Kilo zugenommen hatte (in über 12 Monaten). Da waren es dann über 70 kg – wie im 5 Schwangerschaftsmonat bei Kind 1! OOOOPPPSSSS!

Der Beschluss, abnehmen zu müssen, stand fest! Und wie ich das Ganze angegangen bin, könnt ihr hier weiterlesen. Ebenso verrate ich euch, wie ich es seit ca. einem Jahr schaffe, das neue Gewicht halbwegs stabil zu halten.

Eure Uta x

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Uta von Berlondon Mama mit über 70kg

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